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Der irakische Ministerpräsident Ali al-Zaidi hat sagte Insidern zufolge einen für Donnerstag geplanten Besuch beim saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Jeddah ab. Im Irak berief al-Zaidi nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats ein. Das Treffen in Bagdad sollte sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die Angriffe in der Nacht zielten nach US-Angaben auf mit dem Iran verbündete Milizen im Irak.
US-Präsident Donald Trump drohte Teheran einem Medienbericht zufolge mit einer "harten" Reaktion auf die vorhergehenden iranischen Angriffe in Jordanien. "Wir werden sie hart treffen. Sie werden Prügel beziehen", zitierte ein Reporter des US-Senders "Fox News" den Präsidenten am Mittwoch. "Wir werden sie verdammt windelweich prügeln", habe Trump die Iraner beschimpft. Trump erklärte, die nächtlichen US-saudischen Angriffe seien mit der Regierung in Bagdad "koordiniert" gewesen. Der Irak hatte die Angriffe als "eklatante Verletzung der Souveränität des Irak" verurteilt.
Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) sind ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak. Die US-saudischen Luftangriffe hätten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im südlichen Basra und Ninive im Norden getroffen, teilten sie mit. Dabei seien auch Gebäude, Fahrzeuge und Militärausrüstung beschädigt worden.
Das US-Militär bezeichnete die nächtlichen Angriffe im Irak als Reaktion auf angeblich mehr als 30 von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den 72 Stunden zuvor. Das saudische Verteidigungsministerium teilte mit, die Angriffe an Seite des US-Militärs hätten Zielen von Milizen im Irak gegolten, von denen zuvor Angriffe auf saudische Ölanlagen ausgegangen seien.
Im Iran-Krieg stehen die Golfstaaten - etwa Saudi-Arabien und auch Kuwait - parallel zu den iranischen Angriffen teilweise auch unter Beschuss aus dem Irak, wo die mit Teheran verbündeten Milizen weiterhin großen Einfluss haben. Die Regierung al-Zaidis strebt eine Entwaffnung der Milizen an, realistisch scheint dies derzeit aber nicht.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, es habe zusammen mit den USA "dem Iran loyale terroristische Milizen" im Irak angegriffen. Dabei habe es sich um "Selbstverteidigung" gehandelt. Einige Stunden zuvor hatte das Ministerium erklärt, "mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen" hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden.
Im Irak gibt es Dutzende mächtiger, von Teheran unterstützter bewaffneter Gruppierungen. Viele von ihnen entstanden im Zuge der US-geführten Invasion des Irak im Jahr 2003 und gewannen während des Kampfes gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat ab 2014 weiter an Macht und Einfluss.
Bei einem Flüssigerdgas-Terminal (LNG) im ägyptischen Hafen Damietta kam es am Mittwoch beim Entladen zu einer Explosion. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Ambrey wird ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes, schwimmendes LNG-Tanklager in US-Besitz von mindestens einer Drohne getroffen. Zwei Insidern zufolge könnten auch ägyptische Gastanker von Drohnen getroffen worden sein. Zu dem Angriff bekennt sich zunächst niemand. Ambrey zufolge gibt es keine Berichte über Verletzte, Tote oder Schäden an der Hafeninfrastruktur.
Das US-Militär wehrte in der Nacht nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten ab. Alle Raketen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt.
Der iranische Rundfunk verbreitete eine Stellungnahme der Revolutionsgarden, nachdem der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Jordaniens Streitkräfte erklärten in der Früh, es seien fünf Raketen aus dem Iran abgefangen worden. Iran-Experte Hamidreza Azizi schrieb auf der Plattform X, es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israel selbst attackiert worden zu sein. Laut dem Experten könnte dies ein Signal im Kontext des Besuchs des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu im Weißen Haus gewesen sein sowie eine Warnung an die USA, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es.
Die US-Regierung verstärkte indes den Druck auf den Iran durch neue Sanktionen. Diese richten sich gegen zwei Unternehmen, die US-Angaben zufolge maßgeblich an einem von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) unterstützten Erpressungssystem rund um die Straße von Hormuz beteiligt sind. Dieses zwinge Handelsschiffe zu einer obligatorischen "Versicherung", um die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge zu passieren, heißt es in der Mitteilung des US-Finanzministeriums.
Laut den USA werden die von den Versicherungen gedeckten Risiken maßgeblich vom Iran selbst verursacht. Die Firmen versuchten unter dem Deckmantel dieser Dienstleistung Einnahmen zu generieren, einschließlich digitaler Zahlungen zur Umgehung von Sanktionen. "Die Vereinigten Staaten werden nicht zulassen, dass der Iran den globalen Handel als Geisel nimmt oder die internationale Schifffahrt nutzt, um den Terrorismus, die Aggression und die Unterdrückung durch die IRGC zu finanzieren", teilte US-Finanzminister Scott Bessent in einem Statement mit.
This picture shows a general view of damaged structures at the site of a strike in Bartalla in the northern Iraqi Nineveh province on July 29, 2026. US-Saudi strikes on Iraq on July 29 killed at least 20 members of a former paramilitary alliance that includes pro-Iran groups, the alliance said. The United States and Saudi Arabia said they had struck Iran-backed militants in Iraq in response to attacks on US forces and Saudi oil facilities. (Photo by Zaid AL-OBEIDI / AFP) / Attention editors: AFP covers the war in the Middle East through its extensive regional network, including bureaus in Tehran, Jerusalem and several neighboring countries.Since the start of the conflict, journalists have been working under increasingly restrictive conditions. Authorities in several countries have limited reporters’ movements, photo and live video coverage from sensitive locations. Some governments and armed groups have banned images of missile or drone strikes and other security-related sites. / “The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by Ziad OBEID has been modified in AFP systems in the following manner: corrects byline [Zaid AL-OBEIDI] instead of [Ziad OBEID]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.”
