von
Insgesamt seien bei den mehr als 24 Stunden andauernden Angriffen 31 Orte in fünf Bezirken beschädigt worden, erklärte Tkatschenko weiter. Am stärksten betroffen sei der südwestliche Bezirk Fastiw gewesen.
Bei einem der bisher schwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf die Oblast Moskau sind unterdessen laut russischen Behörden zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem sei eine Ölraffinerie in der russischen Hauptstadt getroffen worden.
Der Angriff ereignete sich am letzten Tag der Parlamentswahlen - im Sinne westlicher Standards weder frei noch fair - in Russland. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach am Sonntag von einer beispiellosen Attacke, die eindeutig darauf abgezielt habe, die Abstimmung zu stören. "Der Gegner hat dies nicht erreicht", erklärte er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.
Sobjanin zufolge fing die Luftverteidigung seit Samstag mehr als 1.600 Drohnen ab, von denen 450 auf Moskau gesteuert worden seien. In der Hauptstadt selbst habe es keine Opfer gegeben. Im Umland habe es Schäden an Wohnhäusern gegeben. Im Bezirk Ramenskoje mussten laut Gouverneur Andrej Worobjow 400 Menschen, darunter 70 Kinder, aus einem 21-stöckigen Hochhaus herausgeholt werden. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten von Explosionen und Rauchwolken über der Moskauer Raffinerie. Das Ausmaß der Schäden an der Anlage war zunächst unklar.
Mit dem Vorfall setzen die Ukraine und Russland ihre Angriffe auf die gegenseitige Energieinfrastruktur fort. US-Präsident Donald Trump hatte noch am Montag mitgeteilt, beide Seiten hätten sich auf ein Ende dieser Schläge geeinigt. Die wiederholten ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien haben bereits zu Engpässen bei Ölprodukten und steigenden Kraftstoffpreisen in Russland geführt. Die nun getroffene Moskauer Anlage verarbeitete im Jahr 2024 rund 11,6 Millionen Tonnen Öl. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew lag zunächst nicht vor. Beide Seiten betonen stets, keine Zivilisten ins Visier zu nehmen.
