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Ukrainische Angriffe in besetztem Gebiet: Tote und Verletzte

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86 Jugendliche sollen beim Angriff im Gebäude gewesen sein
©Handout, social media, APA
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der fast vollständig von Russland kontrollierten ostukrainischen Region Luhansk sind nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin sechs Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. 15 weitere Menschen würden noch vermisst, teilte Putin am Freitag mit. Nach Angaben des von Moskau eingesetzten Gouverneurs Leonid Passetschnik soll eine Schule in der Stadt Starobilsk getroffen worden sein. Kiew widersprach dem.

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"Zum jetzigen Zeitpunkt ist bekannt, dass sechs Menschen getötet wurden, 39 verletzt wurden und 15 Personen noch vermisst werden", sagte Putin in einer Fernsehansprache. Die Suche nach unter den Trümmern begrabenen Menschen dauere an. Der Kreml-Chef sprach von einem "terroristischen Angriff" und rief die Armee auf, Vorschläge für Vergeltungsaktionen auszuarbeiten.

Der Angriff sei "kein Zufall" gewesen und "in drei Wellen" erfolgt, "wobei 16 Drohnen denselben Ort ins Visier nahmen", fügte Putin hinzu. In der Nähe habe sich "weder eine Einrichtung der Armee noch der Geheimdienste oder verwandter Dienste" befunden. Das russische Außenministerium prangerte einen "gezielten Angriff auf die Zivilbevölkerung" an und warf dem Westen vor, den ukrainischen Streitkräften Informationen zu liefern und sie bei ihren Angriffen zu unterstützen.

Russland rief eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats ein. Diese wurde für Freitagnacht angesetzt. UNO-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff. "Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen", sagte ein Sprecher von Guterres in New York.

Getroffen worden sei ein Gebäude der Höheren Pädagogischen Schule Luhansk in Starobilsk, erklärte Gouverneur Passetschnik in Onlinediensten. Nach seinen Angaben befanden sich zum Zeitpunkt des Beschusses 86 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in dem Studentenwohnheim. Von den Behörden veröffentlichte Fotos zeigten ein in Flammen stehendes Gebäude, verkohlte Wände und Trümmer. Das russische Ermittlungskomitee warf der ukrainischen Armee vor, das Gebäude mit mehreren Drohnen angegriffen zu haben. "Infolge des Angriffs stürzte das fünfstöckige Gebäude bis zum zweiten Stock ein", hieß es.

Das ukrainische Militär wies die Vorwürfe zurück. Die russische Darstellung sei eine "Manipulation", schrieb der Generalstab auf Facebook. Vielmehr habe die Ukraine eine russische Drohnen-Eliteeinheit in dem Gebiet ins Visier genommen. In der Nacht auf Freitag sei eines der Hauptquartiere der Einheit "Rubicon" in der Nähe der Stadt getroffen worden. Zudem halte sich die Ukraine an das humanitäre Völkerrecht.

Starobilsk liegt etwa 65 Kilometer von der Frontlinie in der Ostukraine entfernt. Die russische Armee hatte die Stadt bereits kurz nach Beginn ihres Angriffskriegs im Februar 2022 erobert.

Russland überzieht die Ukraine seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren permanent mit Luftangriffen, bei denen immer wieder Zivilisten sterben. Zuletzt weitete Moskau die Angriffe aus. Die Ukraine reagierte mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis.

Bei einem russischen Angriff im Osten der Ukraine wurden ebenfalls zwei Menschen getötet. Eine Rakete schlug in einer Lagerhalle der Vereinten Nationen (UNO) ein. Außerdem seien Hilfsgüter im Wert von einer Million Dollar zerstört worden, sagt die Vertreterin des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Kiew, Bernadette Castel-Hollingworth. Die vernichtete Notausrüstung - darunter Schlafmatten und Hygieneartikel - sei für Vertriebene in den Frontgebieten bestimmt gewesen. Der Vorfall habe sich bereits am Mittwoch in Dnipro ereignet. Es sei das erste Mal, dass eine UNHCR-Einrichtung angegriffen worden sei.

Das Hilfswerk sieht die Attacke als Teil eines breiteren Trends von Angriffen auf Hilfstransporte. Bereits in der vergangenen Woche seien zwei deutlich gekennzeichnete UNO-Konvois in den Regionen Dnipropetrowsk und Cherson mit Drohnen angegriffen worden.

Russland überzieht die Ukraine seit Beginn seiner Offensive vor mehr als vier Jahren mit Luftangriffen. Zuletzt hat Moskau die Angriffe ausgeweitet. Die Ukraine reagierte mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis.

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