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Auch Pakistans Armeechef Asim Munir reist nun nach Teheran. Munir sei unterwegs, um die iranische Führung zu treffen und den Entwurf für die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt. Er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien.
US-Außenminister Marco Rubio hatte am Donnerstag gesagt, dass es bei den Gesprächen "einige gute Zeichen" gegeben habe. Er wolle jedoch nicht zu optimistisch sein und die Entwicklung der nächsten Tage abwarten. Eine Lösung sei ausgeschlossen, sollte Teheran ein Mautsystem in der Straße von Hormuz durchsetzen. Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge haben sich die Positionen beider Seiten zwar angenähert. Die Urananreicherung im Iran sowie die Kontrolle über die Straße von Hormuz zählten jedoch weiterhin zu den größten Streitpunkten, sagte die Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die Straße von Hormuz passiert haben. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitierte der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.
Bereits am Mittwoch hatte die Marine mitgeteilt, dass 26 Schiffe innerhalb von 24 Stunden die Meerenge passiert hätten. Der Datenanbieter Kpler bestätigte am Freitag aber nur zehn Durchfahrten am Mittwoch.
Teheran betont stets, die Straße von Hormuz sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage.
Die Meerenge ist seit Ausbruch des Kriegs am 28. Februar für den Großteil der Schifffahrt faktisch gesperrt. Vor dem Krieg wurde rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen durch die Straße von Hormuz transportiert.






