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Bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe vor der Küste der Region Odessa und im Schwarzen Meer sind am Dienstag nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Dabei seien vier Schiffe getroffen worden, die Fracht für das ukrainische Militär geliefert hätten. Die Angriffe hätten sich gegen die Häfen von Odessa und Tschornomorsk gerichtet. Zudem seien Hafenanlagen zum Entladen von Kraft- und Schmierstoffen sowie Treibstofftanks getroffen worden. Auch im Hafen von Dnipro-Bug seien Schiffe attackiert worden. In der Region Mykolajiw sei bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur ein Mann verletzt worden, teilte Gouverneur Witalij Kim auf Telegram mit.
Bei Angriffen auf Hafeninfrastruktur in der Region Odessa sei ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff von einer Drohne getroffen worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper im Onlinedienst Telegram mit. "An Bord brach ein Feuer aus. Leider wurden zwei Menschen getötet." Im Schwarzen Meer seien außerdem zwei unter tansanischer und liberianischer Flagge fahrende Handelsschiffe angegriffen worden, erklärte Kiper. Der Kapitän eines der beiden Schiffe sei dabei getötet worden. Die übrigen elf Besatzungsmitglieder, von denen drei verletzt worden seien, wurden nach Angaben des Gouverneurs in Sicherheit gebracht.
Kiper erklärte, die im Schwarzen Meer angegriffenen Schiffe hätten die für den Export ukrainischen Getreides vorgesehenen Korridore befahren. "Jeder dieser zynischen feindlichen Angriffe stellt ein Kriegsverbrechen gegen die friedliche Bevölkerung, die zivile Schifffahrt und die globale Ernährungssicherheit dar", betonte der Gouverneur.
Die Region Odessa und ihre Hafeninfrastruktur sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 regelmäßig Ziel russischer Angriffe. Die ukrainische Armee hat ihrerseits in jüngster Zeit ihre Angriffe auf Schiffe im Asowschen Meer verstärkt. Das Meer dient als wichtige Transportroute für den Export russischer Agrarprodukte sowie für die Versorgung der annektierten Krim.
Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien teils tief im Landesinneren zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen. Die Angriffe führten zu Treibstoffengpässen in Russland, insbesondere auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim.
Bei russischen Angriffen auf die nordukrainische Region Sumy sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens drei Menschen getötet worden. Sieben Menschen seien verletzt worden, teilte Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Die russischen Truppen hätten sechs Angriffe mit Lenkbomben ausgeführt. Eine Bombe sei in der Nähe medizinischer Einrichtungen eingeschlagen. Die anderen hätten nach vorläufigen Informationen die Infrastruktur getroffen.
