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Trump hatte die Wiederaufnahme am Montag angekündigt und in Aussicht gestellt, dass anderen Ländern ein "fairer und offener" Zugang zur Straße von Hormuz möglich sein soll. Die USA hatten während des Iran-Kriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit Teheran dann Mitte Juni aufgehoben.
Trump drohte dem Iran indes mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe für diese Nacht und die Folgenächte an. Die Kämpfe würden weitergehen, "bis ich sage, dass es genug ist".
Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormuz zu öffnen.
Iranische Medien berichteten in der Nacht auf Mittwoch von mehreren Explosionen in unterschiedlichen Orten des Landes. So sei etwa die Insel Hengam von US-Geschossen getroffen worden. Mit den neuen Angriffen sollen laut US-Angaben iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormuz verhindert werden.
Wie schon in den vergangenen Nächten gab es auch wieder Vergeltungsangriffe des Iran. So meldete der US-Verbündete Kuwait Drohnenattacken, die zu einer Aktivierung der Flugabwehr geführt hätten. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht.
Trump hatte die seit April geltende - aber ohnehin etliche Male gebrochene - Waffenruhe mit dem Iran vergangene Woche für beendet erklärt und danach weitere harte Angriffe auf den Iran angekündigt. Die USA und Israel hatten den Krieg am 28. Februar gemeinsam begonnen. Mitte Juni einigten sich Washington und Teheran dann im Bemühen um ein Kriegsende auf ein Rahmenabkommen, das Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen sein sollte. Die Gespräche gerieten jedoch schon vor den jüngsten Angriffen ins Stocken.