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Trump bringt mit Landkarte auch Island gegen sich auf

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US-Präsident kokettiert immer wieder mit Einverleibung anderer Länder
©APA/APA/AFP/JEFF KOWALSKY
US-Präsident Donald Trump hat mit einer neuen "USA-Landkarte" auch das westeuropäische Island gegen sich aufgebracht. Weil der NATO-Staat mit Kanada, Mexiko, Grönland, Kuba und anderen Ländern in US-Farben gezeigt wird, ist der US-Botschafter in Reykjavik ins Außenministerium zitiert worden. Dem Botschafter sei deutlich gemacht worden, dass der Beitrag völlig unangemessen sei, zitierte der isländische Sender RUV das Ministerium. Eine US-Stellungnahme gab es zunächst nicht.

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Trump verbreitete die Grafik am Montag auf seiner Online-Plattform Truth Social. Beschriftet ist die Landmasse mit "United States of America". Mit Kanada hat US-Präsident Donald Trump einen heftigen Zollstreit, bei Grönland macht er Kontrollansprüche geltend und mit Handelspartner Mexiko lag er auch schon im Clinch. Auch Kuba hat Trump schon offen mit einer Übernahme gedroht. Island schien er bisher noch nicht im Visier zu haben, abgesehen von Versprechern bei einer Rede zu Jahresbeginn beim Weltwirtschaftsforum (WEF). Damals sprach Trump von US-Ansprüchen auf "Iceland" (Island), meinte aber offenkundig Grönland.

Mit deutlichen Worten reagierte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wenige Stunden nach Trumps Post. Auf der Plattform X schrieb sie, dass ihr Land weder eine Kolonie noch ein Protektorat eines fremden Landes sei oder jemals sein werde. "Wir sind stolz darauf, ein freies, unabhängiges und souveränes Land zu sein", schrieb sie. Trump nannte sie dabei nicht namentlich.

Der US-Präsident kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte Trump anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Staat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit seit 2025 auch schon zum Mittel von geografischen Umbenennungen gegriffen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in "Lake America" an.

Am Wochenende brachte er eine neue Idee auf, die die USA selbst betreffen. Aus dem US-Staat New Mexico könnte "New America" werden. Das legte zumindest einer seiner Posts auf Truth Social nahe. Er zeigte eine Karte des US-Staats, auf der das Wort "Mexico" durchgestrichen war - stattdessen stand dort "America".

Für Empörung sorgte indes auch ein Comic-Video, in dem Trump als Eishockeyspieler mit seinem Schläger auf den kanadischen Premier Mark Carney eindrischt. Das Video trägt den Titel "Get up, Governor" ("Steh auf, Gouverneur"), eine Anspielung auf Trumps frühere Aussagen, den zweitgrößten Staat der Welt zum 51. Bundesstaat der USA machen zu wollen. US-Staaten werden nämlich von Gouveneuren geführt. Von Carney gab es zunächst keine Reaktion auf das Video. Anders als Trump spielt er Eishockey.

Flags of Canada and United States fly across the international border on the Gordie Howe International bridge that connects Windsor, Ontario, Canada and Detroit, Michigan on September 6, 2026. Canada announced on August 25, 2026 counter-tariffs on US goods ranging between 15 and 50 percent, intensifying the trade war between the historically close allies. Ottawa's retaliation will take effect September 8, a timeframe earlier outlined by Prime Minister Mark Carney after US President Donald Trump's 50-percent duties came into place August 22, 2026. (Photo by JEFF KOWALSKY / AFP)

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