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Drei Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

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Ein Ziel der russischen Angriffe war auch Charkiw
Bei russischen Angriffen im Nordosten der Ukraine sind laut Behörden mindestens drei Menschen getötet worden. Unter den drei Todesopfern des Angriffs in Tschuhujiw sei eine 22-jährige Schwangere, erklärte Außenminister Andrij Sybhiha am Dienstag. Er warf Russland vor, "den Terror gegen Zivilisten zu verstärken", da es seine Ziele auf dem Schlachtfeld nicht erreichen könne. Sybiha forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Moskau zu erhöhen.

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Tschuhujiws Bürgermeisterin Galyna Minajiwa erklärte, die Stadt sei mit Raketen und iranischen Schahed-Drohnen angegriffen worden. Von den Rettungsdiensten veröffentlichte Aufnahmen zeigten brennende Wohnhäuser und Autos. In der Stadt Charkiw wurden derweil nach Angaben von Regionalgouverneur Oleh Synehubow bei russischen Angriffen 15 Menschen verletzt.

Moskau und Kiew hatten in den vergangenen Monaten die gegenseitigen Angriffe verstärkt. Bemühungen um eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs unter Vermittlung der USA stocken. In der vergangenen Woche schlug der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Kreml-Chef Wladimir Putin ein persönliches Treffen vor, was der russische Präsident ablehnte.

Die ukrainische Armee attackierte unterdessen weiter eine wichtige Straßenverbindung auf die von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Die Brücke von Tschonhar sei die zweite Nacht in Folge durch Drohnenangriffe beschädigt worden, teilte der Chef der russischen Besatzungsverwaltung im Gebiet Cherson, Wladimir Saldo, am Dienstag auf Telegram mit. Die Brücke sei für den Verkehr gesperrt. Saldo riet Autofahrern, auf die längere Straße über Perekop auszuweichen.

Die Angriffe auf die Brücke zählen zu einer seit Mai laufenden Operation der ukrainischen Seite, die für Russland militärisch bedeutende Krim abzuriegeln. Die russische Armee nutzt die Halbinsel für Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet und zur Versorgung ihrer Einheiten in der Südukraine. Allerdings ist die Krim nur über drei Straßen erreichbar - die Strecken über Perekop und Tschonhar im Norden sowie über eine nach der Annexion neu gebaute Brücke von Kertsch im Osten.

Für Treibstofftransporte per Bahn oder Lastwagen ist die Brücke von Kertsch allerdings zu unsicher. Mehrere Fähren, die von Russland zur Krim kursierten, hat die Ukraine ausgeschaltet. Moskau hat entlang des Asowschen Meeres eine neue Straße zur Versorgung der Krim gebaut. Doch auch dort spüren ukrainische Drohnen mittlerer Reichweite Militär- und Treibstoff-Lkws auf und zerstören sie. Auf der 2014 annektierten Halbinsel, die für Russland zugleich ein wichtiges Feriengebiet ist, musste Treibstoff bereits rationiert worden.

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