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Ein Industrieunternehmen sei beschädigt worden, wodurch die Gasversorgung von fast 3.500 Haushalten unterbrochen worden sei. Auch die Bahninfrastruktur sei bei dem nächtlichen Angriff beschädigt worden. In der nordostukrainischen Region Charkiw wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Mensch getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Dort waren erst am Montag bei einem russischen Raketenangriff sieben Menschen getötet worden.
Die Ukraine griff ihrerseits ebenfalls wieder Russland an: Ziel war unter anderem eine große Ölraffinerie in der Stadt Kirischi in der nordrussischen, an der Ostsee gelegenen Region Leningrad, die bereits wiederholt attackiert wurde. Dort brach nach Angaben der dortigen Behörden infolge von Drohnenangriffen ein Feuer aus. Es sei rasch eingedämmt worden.
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 289 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten zerstört. Die Ukraine hat zuletzt ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie verstärkt, um die Einnahmequellen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.
Zuletzt stellten beide Seiten jeweils eine Feuerpause in Aussicht. Das russische Verteidigungsministerium kündigte am Montag an, rund um die Feier zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa am 8. und 9. Mai die Waffen schweigen lassen zu wollen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte wenig später, die Ukraine wolle ihrerseits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um Mitternacht eine Waffenruhe beginnen lassen. Ein Ende des Krieges ist allerdings auch mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion nicht in Sicht.
This photograph shows a damaged car at the site of a Russian missile strike in the town of Merefa, Kharkiv region, on May 4, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. The strike hit the town of Merefa, which has faced heavy attacks by Russia in the more than four years of its invasion. (Photo by SERGEY BOBOK / AFP)





