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Gewählt wird der Nachfolger von Gustavo Petro, dem ersten linksgerichteten Staatschef in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Überschattet wird die Wahl von der schlimmsten Gewaltwelle in Kolumbien seit einem Jahrzehnt. Zehn Jahre nach dem historischen Friedensschluss zwischen der Regierung und der vormals mächtigen Guerillaorganisation FARC sind in Kolumbien weiterhin viele bewaffnete Gruppen aktiv.
Petro, selbst ein früherer Guerillero, hatte sich in seiner vierjährigen Amtszeit um eine weitere Befriedung des Landes bemüht. Doch trotz Verhandlungen mit Guerillaorganisationen und rechten paramilitärischen Gruppen verschlechterte sich die Sicherheitslage deutlich.
Dies belastete die Kampagne seines Parteikollegen Cepeda - das Thema der inneren Sicherheit war im Wahlkampf dominant. Sein Rivale De la Espriella hat angekündigt, Krieg gegen in das Drogengeschäft verwickelte Guerillagruppen zu führen.
Petro hatte das Präsidentenamt im August 2022 angetreten. Er durfte nicht erneut kandidieren, da die kolumbianische Verfassung zwei direkt aufeinanderfolgende Amtszeiten nicht erlaubt. Während Petros vierjähriger Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, und der Mindestlohn stieg um 75 Prozent.
A woman walks at a polling center in downtown Bogota, on June 20, 2026, the day before the presidential runoff election. Colombians vote on June 21, 2026 in a presidential runoff pitting a hard-right opera-singer-turned-lawyer against a leftist senator, an election with stark consequences for the country's stumbling peace process with armed groups and strained ties with Washington. (Photo by Sebastian BARROS / AFP)
