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Das Vienna International Centre ist seit 1979 einer der Sitze der Vereinten Nationen, neben New York, Genf und Nairobi. Das für eine symbolische Jahresmiete von einem Schilling (0,07 Euro) der Weltorganisation überlassene Gebäude beherbergt unter anderem die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO), die etwa im Atomstreit mit dem Iran eine zentrale Rolle spielt. Insgesamt arbeiten rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 150 Ländern in der UNO-City, die zu 65 Prozent der Republik Österreich und zu 35 Prozent der Stadt Wien gehört. Das Gebäude hat extraterritorialen Status, für die Sicherheit sorgen UNO-Sicherheitsbeamte mit umfassenden Polizeibefugnissen.
Die UNO-City sichert auch die diplomatische Präsenz vieler Staaten in Wien. Die entsprechend engen österreichischen Kontakte trugen wesentlich dazu bei, dass sich Österreich im Juni in einer Kampfabstimmung um einen nicht-ständigen Sicherheitsratssitz gegen den zweitgrößten UNO-Beitragszahler Deutschland durchsetzen konnte. Das größte EU-Land hat nämlich weitweit ein viel dichteres diplomatisches Netz als Österreich. Österreich wird dem UNO-Sicherheitsrat in den Jahren 2027 und 2028 angehören, zum bereits vierten Mal nach 1973/74, 1991/92 und 2009/10.
Das Pressefoyer findet um 12 Uhr im Presseraum der UNO-City statt. Vor den Regierungsmitgliedern wird die Generaldirektorin des Vienna International Centre (VIC), Monica Juma, kurze Begrüßungsworte sprechen.
