ABO

Pflegegeld-Erhöhung laut Sozialministerin für 2027 gesichert

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Pflegegeld: Seit 2020 jährlich im Wert angepasst
©APA, HANS KLAUS TECHT, Themenbild
Die - im Bundespflegegeldgesetz vorgesehene - alljährliche Wertanpassung des Pflegegeldes ist auch für das kommende Jahr 2027 gesichert. Das gab Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) anlässlich des Tags der Pflegenden am Dienstag bekannt. "Trotz der notwendigen Budgetsanierungsmaßnahmen ist es gelungen, für die Erhöhung des Pflegegeldes 2027 eine Gesamtsumme von rund 120 Millionen Euro sicherzustellen", sagte sie in einem Statement zur APA.

von

Diese Mittel seien bereits im Doppelbudget verankert worden und entsprechen "dem vollen Inflationsabgleich zum Zeitpunkt der Budgeterstellung", so die Ministerin. Zuletzt - mit Ende März 2026 - hatten rund 506.000 Personen Anspruch auf Pflegegeld.

"Die Menschen, die täglich pflegen, und jene, die auf Pflege angewiesen sind, verdienen unsere volle Unterstützung", erklärte sie gegenüber der APA. "Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass es gelungen ist, die Pflegegeld-Erhöhung für 2027 abzusichern. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur sozialen Absicherung in unsicheren Zeiten gewährleistet und zugleich der hohe Stellenwert von Pflege und sozialem Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zum Ausdruck gebracht."

Anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai 2026 lud Sozialministerin Korinna Schumann Pflegekräfte in das Ministerium ein, um sich über aktuelle Herausforderungen und notwendige Verbesserungen im Pflegesystem auszutauschen, hieß es aus ihrem Büro. "Pflegekräfte leisten tagtäglich Enormes für unsere Gesellschaft, oft unter hoher Belastung und mit großem persönlichem Einsatz. Ihr Beitrag geht weit über medizinische Versorgung hinaus: Sie geben Menschen Würde, Sicherheit und Menschlichkeit in schwierigen Lebensphasen."

Gerade am Tag der Pflege sei es der Ministerin "ein wichtiges Anliegen", diesen Einsatz "nicht nur zu würdigen, sondern auch politisch die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Pflege attraktiver wird".

Die Zahl der Pflegegeldbezieher stieg auch zuletzt im März im Jahresvergleich neuerlich etwas an: Mit insgesamt 505.999 Anspruchsberechtigten lag die Zahl um 1,6 Prozent über jener des Vergleichszeitraums des Vorjahres (498.053). Gegenüber dem Vormonat Februar (504.752) gab es ein kleines Plus. Damit blieb die Bezieher-Zahl weiterhin über einer halben Million Betroffenen.

Erstmals überschritten worden war die Marke von 500.000 Anspruchsberechtigten im Mai vergangenen Jahres (mit 500.554 Betroffenen). Zum Halbjahr 2025 (Juni) stieg die Zahl auf 501.205 und blieb seitdem beständig über dieser Marke.

Angepasst wird das Pflegegeld seit dem Jahr 2020 - und zwar um den sogenannten "Anpassungsfaktor". Für 2026 bedeutete das eine Steigerung um 2,7 Prozent - analog zu den Pensionen.

Pflegegeldbezieher der Stufe eins erhalten seit 1. Jänner monatlich 206,20 Euro (davor 200,80), in Stufe zwei bekommt man 380,30 Euro (statt 370,30). 592,60 Euro gibt es in Stufe drei (davor 577), 888,50 Euro in Stufe vier (davor 865,10), in Stufe fünf 1.206,90 Euro (statt 1.175,20). Für Betroffene in Stufe sechs gibt es nun 1.685,40 Euro (statt 1.641,10) und in Stufe sieben 2.214,80 Euro (statt 2.156,60).

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER