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Beim letzten Programmpunkt in Barcelona hatte der Papst am Mittwochabend laut Kathpress den 172,5 Meter hohen Christusturm der Basilika Sagrada Familia gesegnet. Außerdem feierte er eine Messe in dem von Antoni Gaudí (1852-1926) geplanten weltbekannten Gotteshaus, das nun die höchste Kirche weltweit ist. Es handelte sich genau um den 100. Todestag von Gaudí, für den in der katholischen Kirche ein Seligsprechungsprozess läuft.
An der Feier nahmen auch das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia sowie Ministerpräsident Pedro Sánchez teil. In seiner Predigt wandte sich der Papst erneut eindringlich gegen Krieg, Gewalt und Gleichgültigkeit und beschrieb den christlichen Glauben als Weg der Hoffnung und der Erneuerung.
Auf Gran Canaria will Leo XIV. am Donnerstag zuerst den sogenannten "Hafen der Schande" von Arguineguin im Ort Mogan besuchen. Dort mussten im Herbst 2020 Tausende Bootsmigranten schutzlos auf einer Hafenmole ausharren, bis ihnen notdürftig geholfen wurde. Leo XIV. wird einen Kranz niederlegen und ein Kreuz segnen, das aus Holzfragmenten von Flüchtlingsbooten gefertigt wurde.
Am Nachmittag folgt eine Begegnung mit Priestern, Ordensleuten und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kathedrale Santa Ana. Am Abend feiert der Papst dann eine Messe im Fußballstadion von Gran Canaria.
Den letzten Tag seines Spanien-Besuchs verbringt Leo XIV. am Freitag auf Teneriffa. Auch dort ist am Hafen von Santa Cruz de Teneriffa ein großer Freiluft-Gottesdienst geplant. Zuvor besucht der Papst Migranten im Aufnahmezentrum "Las Raices". Das von der Organisation "Accem" betriebene Zentrum ist eine der wichtigsten Notunterkünfte für Migranten, die auf den Kanarischen Inseln ankommen. Bei einer weiteren Begegnung wird Leo XIV. neben Flüchtlingen und Migranten auch Freiwillige und Seelsorger der diözesanen Caritas auf Teneriffa treffen. Nach der Freiluftmesse am Hafen zu Mittag fliegt der Papst zurück nach Rom.
Auf dem Höhepunkt der Migrationskrise im Jahr 2024 kamen etwa 50.000 Menschen in Booten von Westafrika über die Kanarischen Inseln nach Europa. Seither ist der Zustrom rückläufig. "Die Anwesenheit des Papstes ermöglicht uns, der Welt erneut die humanitäre Notlage der Migranten auf den Kanaren vor Augen zu führen", sagte Teneriffas Bischof Eloy Santiago der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vor Leos Ankunft auf den Kanaren. Der Papst werde sich auch bei der Bevölkerung für ihre Hilfsbereitschaft bedanken. "Das wird uns guttun, denn wir sehen uns oftmals von den Massen an Hilfsbedürftigen überwältigt und alleine gelassen", meinte Bischof Santiago.






