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Die Auswahl erfolgte nach "eingehender Diskussion und mehrheitlichem Beschluss", hieß es in einer vom ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer gezeichneten Aussendung. Ausschlaggebend war, ob die Bewerberinnen und Bewerber die Formalvoraussetzungen und die fachlichen Kriterien erfüllen. Weitere Details wollte der Stiftungsrat nicht preisgeben.
Als Favoriten für den Job an der Spitze des ORF gelten APA-CEO Clemens Pig, der frühere ProSiebenSat.1Puls4-Geschäftsführer Markus Breitenecker, ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer, Ex-HBO-MAX-Manager Johannes Larcher und ORF III-Co-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz. Es ist wohl davon auszugehen, dass sie weiterhin in der Ziehung sind.
Um in den ORF-Chefsessel zu gelangen, ist eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen nötig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. In Summe hat das Gremium 35 weisungsfreie, ehrenamtliche Mitglieder, die von der Bundesregierung (6), Parlamentsparteien (6), Bundesländern (9), dem ORF-Publikumsrat (9) und dem ORF-Zentralbetriebsrat (5) bestellt werden. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind sie in parteipolitischen "Freundeskreisen" organisiert. ÖVP- und SPÖ-nahe Stiftungsräte kommen auf eine deutliche Mehrheit.
Erstmals wird der ORF-Stiftungsrat aufgrund des Europäischen Medienfreiheitsgesetzes (EMFG) bzw. des Begleitgesetzes hierzulande explizit dazu verpflichtet, für ein transparentes, offenes, wirksames und nichtdiskriminierendes Bestellungsverfahren zu sorgen. Um dem Folge zu leisten, setzt der Stiftungsrat abseits der Findungskommission u.a. auch auf eine öffentliche Präsentation der Kandidatinnen und Kandidaten am Montag, 8. Juni. Diese wird um 20.15 Uhr zeitversetzt auf ORF III und ORF ON übertragen.
++ THEMENBILD ++ ZU APA0290 VOM 28.5.2026 - Das Logo des ORF vor dem ORF-Gebäude am Küniglberg, aufgenommen am Donnerstag, 28. Mai 2026 in Wien. Am letzten Tag der Bewerbungsfrist für die ORF-Generaldirektion ist das Bewerberfeld nun konkret geworden.






