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Grégoire kündigte zudem die Einrichtung einer "unabhängigen Untersuchungskommission" unter Leitung eines ehemaligen Jugendrichters an. "Ich möchte verstehen, was in der derzeitigen Organisation noch versagen kann, und aus allem, was geschehen ist, Lehren ziehen", sagte der Bürgermeister. Im April hatte der sozialistische Bürgermeister wegen der Problematik bereits einen Aktionsplan in Höhe von 20 Millionen Euro versprochen.
Vergangene Woche verabschiedete die französische Nationalversammlung einen Gesetzesvorschlag, mit dem die Kontrolle für Betreuer an Schulen verschärft werden soll. Auslöser des Gesetzes waren zahlreiche Missbrauchsfälle an einer katholischen Schule in Südwestfrankreich. In den vergangenen Monaten waren zudem zahlreiche Missbrauchsfälle in der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern bekannt geworden. Das Gesetz sieht die Einführung eines nationalen Gedenktags für minderjährige Missbrauchsopfer am 19. November vor.
Nach Angaben des französischen Bildungsministeriums wurden im laufenden Jahr bisher 255 Fälle sexistischer und sexualisierter Übergriffe von Lehr- und Betreuungspersonal auf Schülerinnen oder Schüler gemeldet. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit nach eigenen Angaben wegen Vorfällen an 84 Vorschulen sowie rund 20 Grundschulen und zehn Kindertagesstätten.
(FILES) Paris Mayor Emmanuel Gregoire listens during a mental health conference (Assises de la sante mentale) in Paris on April 1, 2026. Paris mayor Emmanuel Grégoire said on May 20, 2026, that Patrick Bruel should "put his career on hold" and personally cancel his concert scheduled for October 8 at the Zénith in Paris as the artist faces investigations into alleged sexual violence. (Photo by Anna KURTH / AFP)






