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Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine

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Ukraine stellen seit vier Jahren Tapferkeit unter Beweis
©AFP, APA, SERGEI SUPINSKY
Bei russischen Angriffen auf die Stadt Odessa und die Region Charkiw sind laut den ukrainischen Behörden in der Nacht auf Montag mindestens drei Menschen getötet worden: in der südukrainischen Hafenstadt Odessa ein 35 Jahre alter Mann, im nordöstlichen Charkiw eine Frau sowie ein zehnjähriger Bub. Trotz der Verhandlungen über ein Ende des bald vier Jahre dauernden russischen Angriffskriegs attackieren die russischen Streitkräfte die Ukraine massiv.

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Drohnen aus iranischer Herstellung hätten in Brände ausgelöst und eine Gaspipeline sowie Wohnhäuser beschädigt, erklärte Militärverwaltungschef Serhij Lysak im Onlinedienst Telegram. Zwei Menschen seien dort auch verletzt worden. Der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, sprach von einem massiven Angriff und bestätigte die Feuer.

In der Region Charkiw teilten die staatlichen Rettungsdienste mit, nach einem Drohnenangriff die Leichen einer Frau und eines zehn Jahre alten Buben geborgen zu haben. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Rettungsdienste auf Telegram mit.

Am Donnerstag war eine zweite Runde Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi zu Ende gegangen. Alle Seiten sprachen von Fortschritten, aber teils auch von schwierigen Gesprächen, einen Durchbruch für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine gab es nicht. Für diese Woche kündigte Kiew eine neue Gesprächsrunde in Miami im US-Staat Florida an.

In der westrussischen Großstadt Belgorod ist nach Angriffen aus der benachbarten Ukraine laut Behörden die Wasserversorgung teilweise zusammengebrochen. Am Montag inder Früh sei an zwei Wasserentnahmestellen die Stromzufuhr ausgefallen, teilte die Stadtverwaltung in Sozialen Netzwerken mit. Daher gebe es Probleme in den nördlichen und zentralen Stadtvierteln von Belgorod. Ohne Wasser seien derzeit rund 100.000 Menschen, sagte Bürgermeister Walentin Demidow.

Belgorod liegt an der Grenze zur Ukraine und wird von russischen Truppen sowohl als Aufmarschgebiet genutzt als auch zum Beschuss ukrainischen Territoriums. Daher ist die Region eine der am schwersten zerstörten russischen Gebiete seit Kriegsbeginn. Insgesamt leben in Belgorod offiziellen Angaben nach gut 300.000 Menschen.

Geplant sei eine Wiederherstellung der Wasserversorgung innerhalb von vier bis fünf Stunden, heißt es. Derzeit laufen die Reparaturarbeiten. Erst am Morgen hatte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow erklärt, dass die zuvor ausgefallene Wärmeversorgung größtenteils wiederhergestellt sei. Während Moskau die Ukraine seit Beginn der kalten Jahreszeit seinerseits mit Angriffen auf die Strom- und Heizinfrastruktur überzieht, kämpft die Region seit Wochen wegen der andauernden Drohnenangriffe mit Versorgungsproblemen. Zuletzt war sogar eine Evakuierung angedacht worden.

Gladkow berichtete zwar auch von neuerlichen ukrainischen Drohnenangriffen. Die Angriffswaffen seien jedoch abgeschossen worden, ohne dass es Folgen am Boden gegeben habe, sagte er.

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