von
Am Donnerstag hatte die israelische Regierung bekanntgegeben, sie wolle direkte Gespräche mit dem Libanon über die Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern aufnehmen. Aus Kreisen des US-Außenministeriums wurde später bestätigt, dass das Treffen in der kommenden Woche in Washington geplant sei.
Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt und dabei nach eigenen Angaben zahlreiche Stellungen der Hisbollah ins Visier genommen. Dabei wurden nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums allein am Mittwoch mehr als 350 Menschen getötet. Nach Ansicht Israels und der USA erstreckt sich die mit Teheran ausgehandelte zweiwöchige Feuerpause nicht auf den Libanon.
Die libanesische Regierung hatte im vergangenen Jahr ihre Gangart gegenüber der Hisbollah verschärft, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Unter anderem sagte Beirut eine Entwaffnung der Miliz bis zum Jahresende zu, erbat sich später aber eine Verlängerung der Frist um mehrere Monate. Nach Darstellung der israelischen Regierung reichen diese Anstrengungen jedoch nicht aus, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten.
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Anfang März nahm die Hisbollah infolge der Tötung des obersten iranischen Führers Ali Khamenei Israel unter Beschuss. Daraufhin flog Israel massive Angriffe auf Teile des Libanon. Israel und der Libanon unterhalten keine formalen diplomatischen Beziehungen.
Smoke rises following Israeli strikes in southern Lebanon near the border as seen from the Upper Galilee, in northern Israel on April 10, 2026. The Israeli military said on April 10 that it had "dismantled" more than 4,300 Hezbollah sites in Lebanon since fighting with the militant group began last month. (Photo by Jalaa MAREY / AFP) /






