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Israel trotz USA-Iran-Abkommens weiter im Südlibanon

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Das israelische Militär operiert eigenen Angaben zufolge in einer rund zehn Kilometer tiefen Sicherheitszone im Südlibanon. Dies geschieht trotz der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die eine sofortige Einstellung der Militäreinsätze im Libanon vorsieht. Der Einsatz sei durch operative Erfordernisse begründet, teilte die Armee mit. Die Truppen seien weiterhin in ihrem zugewiesenen Einsatzgebiet stationiert. Unterdessen wurden im Libanon drei Menschen getötet.

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In einem Ort südöstlich von Nabatija im Süden seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden, berichtete die Staatsagentur NNA. Bei einem anderen Drohnenangriff im Süden habe es ein weiteres Todesopfer gegeben. Von Israels Armee gab es dazu zunächst keine Angaben.

Die israelische Armee teilte Mittwochabend mit, sie habe mehrere Raketen abgefangen, die im Libanon auf israelische Truppen abgefeuert worden seien. Die israelische Luftwaffe habe die Abschussrampe daraufhin zerstört.

Hisbollah-Chef Naim Qassem bezeichnete das Rahmenabkommen Mittwochabend als "großen Sieg" für Teheran und erklärte mit Blick auf Israel, seine Miliz habe "das Recht, sich zu verteidigen". Israel hat bisher nicht offiziell auf das Abkommen reagiert.

Insidern zufolge verhandelt Israel intensiv mit den USA über einen Verbleib seiner Truppen im Südlibanon. Das sagten zwei israelische Regierungsvertreter, darunter ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Israel führe "hartnäckige Verhandlungen" mit der Regierung in Washington, sagte der hochrangige Insider. Das Land werde von seiner Position nicht abrücken und wolle seine Soldaten in dem Gebiet südlich des Flusses Litani belassen, hieß es. Von Netanyahus Büro war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

In der Nacht auf Donnerstag hatten US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massoud Pezeshkian eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet. Darin werden die Parteien aufgefordert, "die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon" zu gewährleisten. Einem der Insider zufolge hängt das Ergebnis der Gespräche zwischen Israel und den USA letztlich davon ab, ob US-Präsident Trump mit Konsequenzen drohe, falls Israel sich nicht an die Bedingungen der Vereinbarung halte.

Israel hatte seine Offensive im Südlibanon ausgeweitet, nachdem die libanesische Hisbollah-Miliz am 2. März zur Unterstützung des Iran Israel angegriffen hatte. Ziel der Luft- und Bodenoffensive ist es laut Israel, die Hisbollah auszuschalten. Israel bezeichnet die im Libanon, im Gazastreifen und in Syrien eingenommenen Gebiete als "Pufferzonen" zwischen seinem Territorium und den feindlichen Gebieten. Dies ist ein Kernstück der aktuellen israelischen Sicherheitspolitik. Netanyahu hat Forderungen nach einem Rückzug aus diesen Gebieten bisher zurückgewiesen. Radikale Siedler fordern indes sogar, dass der Südlibanon israelisch besiedelt werden soll, ähnlich wie das Westjordanland.

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah wurden im Libanon seit Anfang März nach offiziellen Angaben rund 3.900 Menschen getötet und 11.800 weitere verletzt. Die USA und der Iran - der wichtigste Unterstützer der Hisbollah - haben sich eigentlich auf ein Rahmenabkommen zum Ende des Iran-Kriegs geeinigt, das auch den Libanon umfassen soll. Die israelischen Angriffe im Libanon scheinen seitdem etwas abgenommen zu haben, gingen bis zuletzt aber weiter - wie auch der Beschuss durch die Hisbollah.

Libanons Präsident Joseph Aoun sagte, sein Land brauche neben humanitärer Hilfe auch Investitionen. "Der Libanon braucht keine Hilfe, sondern Investitionen", sagte er seinem Büro zufolge. Auch die staatliche libanesische Armee und die Sicherheitskräfte des Landes müssten finanziell unterstützt werden.

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