ABO

Schweiz kündigt Aufnahme technischer Iran-Gespräche an

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Nach dem Treffen in der Schweiz gehen die Gespräche weiter
Nach den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz hat die Regierung des Gastgeberlandes die unverzügliche Aufnahme technischer Gespräche angekündigt. Das Schweizer Außenministerium begrüßte am Montag die "Einigung auf einen Fahrplan". Damit sei die Voraussetzung für die "sofortige Aufnahme neuer technischer Gespräche" geschaffen. Delegationen aus Washington und Teheran hatten am Sonntag Gespräche für eine dauerhafte Friedenslösung im Iran begonnen.

von

Die US-Delegation in einem Luxushotel auf dem Berg Bürgenstock in den Schweizer Alpen wurde von US-Vizepräsident JD Vance angeführt, die iranische Delegation von Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, dass die Delegation des Iran den Verhandlungsort in den Schweizer Alpen "nach 18 Stunden intensiver Gespräche" verlassen habe. Sie sei nun auf dem Rückweg nach Teheran. Die "technischen" Verhandlungen im Luxusresort Bürgenstock nahe Luzern sollen aber die ganze Woche weitergehen.

Die erste Verhandlungsrunde endete in der Nacht auf Montag. Die Vermittler Katar und Pakistan sprachen anschließend von einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" bei den Gesprächen. In einer gemeinsamen Erklärung teilten sie die Einigung auf einen Fahrplan mit, der binnen 60 Tagen zu einer endgültigen Vereinbarung führen soll. Irans Außenminister Abbas Araqchi begrüßte am Montag "bedeutende Fortschritte", eine Reaktion aus Washington stand dagegen noch aus.

Die Schweiz zeigte sich "bereit, diesen Prozess im Rahmen ihrer Tradition der guten Dienste zu unterstützen". Ziel sei es, "dass unsere Diplomatie zur Deeskalation, zur Stabilität und zum Frieden beiträgt", erklärte das Außenministerium in Bern.

Washington und Teheran hatten am Mittwoch ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Verhandlungsperiode von 60 Tagen für eine Friedenslösung vorsieht. Diese Frist kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Eines der zentralen Konfliktthemen ist das iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Teheran bestreitet, den Besitz von Atomwaffen anzustreben.

Iranian Flag, left, and Swiss Falg, richt, bevor the Meeting of Minister of Foreign Affairs of Iran, Seyyed Abbas Araghchi, left, and Swiss Federal Council, Ignazio Cassis, right, at bilateral discussions at the Buergenstock resort in Obbuergen, near Lucerne, Switzerland, Sunday, June 21, 2026. After the signing of a framework agreement on peace in France this week the delegations of the USA and Iran meet at the Buergenstock resort to discuss further details and technical issues. (KEYSTONE/POOL/Urs Flueeler)

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER