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Auch die Menschenrechtsgruppe Hengaw teilte mit, dass die Hinrichtung eines bei der jüngsten Protestwelle im Iran festgenommenen Demonstranten namens Erfan Soltani ausgesetzt worden sei. Es bestünden jedoch weiterhin "ernsthafte und anhaltende Bedenken" hinsichtlich des Rechts auf Leben des 26-Jährigen, teilte die in Norwegen ansässige Gruppe unter Berufung auf Verwandte Soltanis mit. Menschenrechtsgruppen und Washington hatten gewarnt, Soltanis Hinrichtung sei für Mittwoch angesetzt.
US-Präsident Donald Trump erklärte inzwischen, er sei über ein Ende der "Tötungen" im Iran informiert worden. Er habe aus "zuverlässiger Quelle" erfahren, dass "die Tötungen im Iran aufhören", sagte Trump bei einer Veranstaltung im Weißen Haus vor Journalisten und fügte an: "Sie haben aufgehört, und es gibt keine Pläne für Hinrichtungen." Weitere Angaben machte er zunächst nicht.
Trump hatte zuvor mit einer scharfen Reaktion gedroht, falls Teheran wie angekündigt Demonstranten hinrichten lässt. Am Dienstag hatte er in seinem Onlinedienst Truth Social in Richtung der Demonstranten im Iran geschrieben, Hilfe sei "unterwegs".
Im Iran gab es in den vergangenen zwei Wochen massive Proteste gegen die Führung der seit 1979 bestehenden islamischen Republik. Die Behörden gingen brutal gegen die Demonstrierenden vor. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) geht von bisher mindestens 3.428 getöteten Demonstrantinnen und Demonstranten aus. Mehr als 10.000 Menschen wurden demnach im Zuge der Massenproteste festgenommen.






