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Mit Bezug auf die Straße von Hormuz sagte Rubio, die Meerenge sei internationales Gewässer und gehöre keinem Staat. Dies sei ein grundlegendes Prinzip der internationalen Ordnung. Würde man akzeptieren, dass Staaten Gebühren für die Nutzung internationaler Gewässer verlangten, nur weil diese in der Nähe ihres Hoheitsgebiets lägen, könnte sich ein solcher Anspruch weltweit ausbreiten. "Man kann es Maut oder Gebühr nennen", sagte er. Kein Land habe das Recht, für die Nutzung internationaler Gewässer Geld zu verlangen. Eine solche Forderung werde niemals Bestandteil eines akzeptablen Abkommens sein.
Bahrains Außenminister Abdullatif bin Rashid Al-Sajani begrüßte bei dem Treffen Pläne des Oman für einen sicheren Schiffskorridor durch die Meerenge. Der Oman will für die Durchfahrt der Straße von Hormuz nach eigenen Angaben keine Gebühren erheben. "Zukünftige Regelungen mit Blick auf die Straße (von Hormuz) beinhalten keine Erhebung irgendwelcher Transitgebühren", teilte Omans Außenminister Badr al-Busaidi mit. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran habe das Ziel, dort die Freiheit der Schifffahrt und sichere Durchfahrt zu gewährleisten.
Rubio sicherte den arabischen Golfstaaten auch zu, dass ihre Interessen bei einem finalen Abkommen mit dem Iran gewahrt bleiben und warb um Vertrauen für die Rahmenvereinbarung der US-Regierung mit der Führung in Teheran. Die US-Verbündeten in der Region stehen der Vereinbarung skeptisch gegenüber. Sie befürchten, die Vereinbarung könnte zu nachgiebig gegenüber dem Iran ausfallen. Rubio hatte zuvor die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait besucht, um auch dort Bedenken zu zerstreuen. "Wir werden nichts tun, was die Sicherheit unserer langjährigen Verbündeten in der Region gefährdet", erklärte er in Kuwait.
Die sechs Staaten des Golf-Kooperationsrates - Saudi-Arabien, Katar, Oman, die Emirate, Bahrain und Kuwait - sind strategische Partner der USA und unterstützten Washington im Konflikt logistisch. Der Krieg hatte am 28. Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen. In der Folge gerieten die Golfstaaten ins Visier iranischer Luftangriffe. Viele der sunnitisch geführten Länder sehen den schiitischen Iran als Hauptgegner und eine mögliche Normalisierung der Beziehungen zwischen Washington und Teheran mit Sorge.
Die USA und der Iran verhandeln unter Vermittlung von Pakistan und Katar über eine endgültige Beilegung des Iran-Kriegs. Dazu gab es am vergangenen Sonntag direkte Gespräche in der Schweiz. Die beiden Seiten wollen möglichst innerhalb von 60 Tagen eine Vereinbarung erreichen, die auch das umstrittene Atomprogramm des Iran umfassen soll.
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind von Widersprüchen geprägt. Streitpunkt war zuletzt immer wieder auch die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormuz, die der Iran im Rahmen des Konflikts blockiert hatte. Im ausgehandelten US-Iran-Rahmenabkommen ist festgelegt, dass Teheran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll der Iran mit dem Oman aushandeln - unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch.
Während Trump erklärte, der Iran habe dauerhaften Atominspektionen zugestimmt, wies Teheran dies zurück. Der Entwurf sieht unter anderem einen Wiederaufbaufonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar vor, schränkt jedoch das iranische Raketenprogramm nicht ein. Rubio betonte, er werde die Verbündeten auf seiner Reise nicht um finanzielle Beiträge für den Fonds bitten, obwohl eine entsprechende Absichtserklärung dies nahelegt.





