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Roms Flughäfen sehen Chaos durch biometrische Kontrollen

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Neue Kontrollen schwer mit Spitzenvolumina im Flugverkehr vereinbar
Die Betreibergesellschaft der römischen Flughäfen Fiumicino und Ciampino in Rom AdR (Aeroporti di Roma) könnte gezwungen sein, die neuen biometrischen Kontrollen im Rahmen des EU-Ein- und Ausreisesystems (Entry-Exit-System, EES) während der Hauptreisezeit im Sommer vorübergehend auszusetzen, um ein Chaos zu vermeiden. Das sagte der Vorstandschef der Aeroporti di Roma, Marco Troncone, gegenüber der Tageszeitung "Financial Times".

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Troncone äußerte sich "sehr besorgt" über die bevorstehende Sommersaison. Nach seinen Angaben erweise sich das neue Verfahren als schwer mit den erwarteten Spitzenauslastung im Flugverkehr vereinbar. "Es gibt keine Möglichkeit, die Registrierung zu 100 Prozent durchzuführen", sagte er. Man müsse daher "die Ventile öffnen", um den Passagierfluss aufrechtzuerhalten.

Das EES-System verpflichtet Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU-Staaten, sich bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum mit Fingerabdrücken und einem Foto zu registrieren. Das neue System wurde Mitte April nach mehrfachen Verzögerungen eingeführt, der Start verlief jedoch mit technischen Problemen und langen Wartezeiten.

Laut" Financial Times" berichten Flughafenbetreiber von nicht zuverlässig funktionierenden Selbstbedienungsterminals. Auch bereits registrierte Reisende müssten häufig den gesamten Prozess erneut durchlaufen, was die Abfertigung zusätzlich verlangsame. Nach Angaben von Branchenvertretern kam es an mehreren Flughäfen bereits zu Wartezeiten von mehreren Stunden.

Mit dem erwarteten Anstieg von Reisenden aus Nicht-EU-Staaten in der Sommersaison - darunter auch britische Touristen - warnt die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) vor möglichen Verzögerungen von bis zu sechs Stunden an besonders stark frequentierten Flughäfen. Einige Flughäfen hätten das System bereits vorübergehend deaktiviert, um Passagierstaus zu vermeiden. Auch in Griechenland seien zuletzt Ausnahmen für britische Reisende zugelassen worden.

Ein Sprecher der EU-Kommission betonte hingegen, das System sei in allen Schengen-Staaten "voll funktionsfähig" und grundsätzlich stabil. Lange Wartezeiten seien in der Regel nicht auf das EES selbst zurückzuführen, sondern auf strukturelle Probleme wie Personalmangel, infrastrukturelle Engpässe und hohe Konzentration von Flügen zu Spitzenzeiten. Die EU-Kommission verwies zudem auf bestehende Flexibilitätsmechanismen, die es den Mitgliedstaaten erlaubten, die Datenerfassung unter bestimmten Bedingungen vorübergehend auszusetzen.

LANGENHAGEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Moritz Frankenberg

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