von
Konkret hat sich der Nettofinanzierungssaldo für den Bund im Jänner und Februar bei minus 2,2 Milliarden eingependelt. Das ist um 897 Millionen weniger als in den Vergleichsmonaten 2025. Bei den Ländern (inklusive Wien) lag das Minus bei 439 Millionen. Das ist sogar eine Verbesserung um 943 Millionen.
Der Bund profitierte davon, dass sich wie schon 2025 die Einnahmen günstiger entwickelten als die Ausgaben. Laut Finanzministerium betrugen die Auszahlungen des Bundes 19,3 Mrd. Euro und waren damit um 400 Millionen bzw. zwei Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Einzahlungen beliefen sich in den ersten zwei Monaten auf 17,1 Mrd. und lagen damit um 1,3 Mrd. bzw. acht Prozent über dem Niveau des Vorjahres.
Mehraufwendungen ergaben sich für den Bund vor allem im Bereich der Pensionen u.a. durch die gesetzlich vorgesehene Anpassung der Ruhensbezüge sowie im Bereich Arbeitsmarkt durch eine stärkere Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe. Bei den Ausgaben am meisten eingespart wurde im Klima-Sektor. Bis Februar wurden insgesamt Auszahlungen in Höhe von 220,1 Mio. geleistet und damit gleich um 461,3 Mio. weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies geht im Wesentlichen auf Rückgänge bei der thermischen und energetischen Sanierung und die Abschaffung des Klimafonds zurück.
Bei den Einnahmen geholfen haben vor allem die veranlagte Einkommenssteuer mit einem Plus von 21,3 Prozent und die Lohnsteuer mit einem Plus von 4,8 Prozent. Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer gingen um 4,3 Prozent nach oben, jene aus der Mineralölsteuer um immerhin 24,5 Prozent. Um 4,5 Prozent gesunken sind hingegen die Zuflüsse aus der Körperschaftssteuer. Deutlich gestiegen sind auf der anderen Seite die Überweisungen an Gemeinden und Länder um 8,1 bzw. 7,2 Prozent.
Was die Länder angeht, sind in den beiden ersten Monaten 2026 in allen außer der Steiermark und Kärnten bei der operativen Gebarung die Einzahlungen stärker gestiegen als die Auszahlungen. In Salzburg, Tirol, dem Burgenland und Vorarlberg sind letztere sogar gesunken, im "Ländle" gleich um über 20 Prozent. Der gesamte Nettofinanzierungssaldo hat sich nur in der Steiermark und im Burgenland verschlechtert. Eine starke Verbesserung um fast 582 Millionen gab es in Niederösterreich, das im Vorjahr noch einen besonders hohen Anstieg beim Defizit hatte.
Dass diese Länder-Zahlen schon jetzt vorliegen, ist neu. Quasi als Nebeneinigung des Stabilitätspakts wurde fixiert, dass die Budgetentwicklung der Länder ab sofort monatlich via Statistik Austria veröffentlicht werden muss. Bisher tappte selbst das Finanzministerium im Dunklen, was die Daten der einzelnen Bundesländer betrifft, ehe sie jeweils Ende März des Folgejahres von der Statistik Austria veröffentlicht wurden.






