Dividendenvorschlag bleibt bei 1,65 Euro je Aktie, 2026 sind rund 330 Millionen Euro Investitionen in Wien Schwechat und Malta geplant
Die Flughafen Wien AG (FWAG) hat für 2025 ein Umsatzplus von 7,2 Prozent auf 1.128,9 Millionen Euro gemeldet. Das Periodenergebnis ging auf 210,1 Millionen Euro zurück, nach 239,5 Millionen Euro im Vorjahr. Grund ist eine einmalige Wertberichtigung des Projekts dritte Piste in Höhe von 55,9 Millionen Euro, die auch EBITDA und EBIT belastet.
Trotz des bilanziellen Effekts will der Vorstand die Dividende stabil halten. Der Hauptversammlung soll für 2025 erneut eine Ausschüttung von 1,65 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Laut Unternehmen entspricht das einer Ausschüttungsquote von rund 75 Prozent, die Dividendenrendite wird mit rund 3 Prozent angegeben.
Wertberichtigung drückt EBITDA und EBIT
Das EBITDA sank 2025 auf 412,4 Millionen Euro, ein Minus von 6,8 Prozent. Das EBIT ging auf 279,5 Millionen Euro zurück, minus 8,7 Prozent. Die FWAG betont zugleich, dass die operative Entwicklung in den Geschäftsbereichen den negativen Effekt der Wertberichtigung teilweise aufgefangen habe.
Beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist die Gruppe 333,3 Millionen Euro aus, rund ein Viertel weniger als im Vorjahr.
Alle Segmente mit positiven Beiträgen, Malta fällt besonders auf
In der Segmentbetrachtung legte das Airport Segment beim Umsatz auf 536,5 Millionen Euro zu, das Segment EBIT lag bei 96,0 Millionen Euro. Handling und Sicherheitsdienstleistungen erreichten 198,0 Millionen Euro Umsatz und 8,7 Millionen Euro Segment EBIT. Retail und Properties kamen auf 215,0 Millionen Euro Umsatz und 97,2 Millionen Euro Segment EBIT. Deutlich zulegen konnte auch Malta mit 157,0 Millionen Euro Umsatz und 75,4 Millionen Euro Segment EBIT.
Investitionsoffensive 2026, Schwerpunkt Terminal 3 Süderweiterung
Nach Investitionen von 281,3 Millionen Euro im Jahr 2025 plant die Flughafen Wien Gruppe für 2026 Rekordinvestitionen von rund 330 Millionen Euro. Das größte Projekt bleibt die Terminal 3 Süderweiterung am Standort Wien Schwechat, daneben nennt das Unternehmen den Ausbau des Office Park 4 NEXT sowie Modernisierungen, etwa bei den Sicherheitskontrollen.
Konkret kündigt die FWAG an, bis zum Sommer 2026 alle Sicherheitskontrollen mit CT Scannern auszustatten. Im zweiten Quartal 2027 soll die neue Terminal 3 Süderweiterung in Betrieb gehen, mit rund 70.000 Quadratmetern zusätzlichen Flächen für Angebote und Infrastruktur. Danach sind Arbeiten zur Verlängerung des Pier Nord geplant, die bis 2031 abgeschlossen sein sollen.
Ausblick 2026: Ergebnis stabil, Passagierzahlen rückläufig erwartet
Für 2026 rechnet die Gruppe trotz Tarifsenkung und eines erwarteten Passagierrückgangs in Wien mit einem stabilen Nettoergebnis von rund 210 Millionen Euro. In der Guidance nennt die FWAG einen Umsatz von rund 1.050 Millionen Euro und ein EBITDA von rund 415 Millionen Euro. Das Periodenergebnis vor Minderheiten wird mit rund 210 Millionen Euro angesetzt, nach Minderheiten mit rund 185 Millionen Euro.
Bei den Passagieren erwartet die Flughafen Wien Gruppe 2026 rund 41,5 Millionen Reisende, am Standort Wien rund 30 Millionen. 2025 verzeichnete Wien mit 32,6 Millionen Reisenden ein Rekordjahr.
AirportCity wächst weiter, Space Hub und neuer Office Park sollen Kapazität schaffen
In der AirportCity meldet die FWAG für 2025 insgesamt 20 neue Betriebe am Standort, für 2026 sind fünf neue Space Tech Unternehmen im Cluster VIE Space Hub angekündigt. Der Office Park 4 NEXT soll 17.000 Quadratmeter zusätzliche Büro und Konferenzflächen bringen und 2028 in Betrieb gehen. Zudem verweist das Unternehmen auf ein drittes Hotel am Flughafen Wien mit 510 Zimmern.






