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"Sein rund zwanzig Romane und Essays umfassendes Werk kreist um große erkenntnistheoretische und moralische Fragen. Es geht um 'Identität', 'Wahrheit' und 'Schuld'", heißt es in der Jurybegründung. "Gstrein konfrontiert seine Leserinnen und Leser gleichzeitig damit, dass jedem Erzählten zu misstrauen ist, es keine Verlässlichkeiten gibt und einfache Kausalitäten nur scheinbare Kausalitäten sind."
Norbert Gstrein wurde am 3. Juni 1961 in Mils bei Imst geboren und lebt in Hamburg. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt die Romane "Als ich jung war" (2019), "Der zweite Jakob" (2021), mit dem er für den Deutschen Buchpreis nominiert war, "Vier Tage, drei Nächte" (2022) sowie heuer "Im ersten Licht", der ihm eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse einbrachte. Gstrein erhielt u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, den Uwe-Johnson-Preis, den Österreichischen Buchpreis 2019, den Düsseldorfer Literaturpreis und den Thomas-Mann-Preis. Im Vorjahr schaffte er es bei den Wettquoten für den Literaturnobelpreis unter die Top 30.
Mit dem Siegfried Lenz Preis werden alle zwei Jahre internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet, "deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz (1926-2014) nah ist". Bisherige Preisträger waren unter anderem der Israeli Amos Oz, der Engländer Julian Barnes, der Amerikaner Richard Ford sowie die amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Strout. 2024 ging der Preis an die irische Schriftstellerin Claire Keegan.
(S E R V I C E - https://www.siegfriedlenz-stiftung.org/ )






