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Sein Song, mit dem er im Februar das Songfestival in Sanremo gewonnen hat, sei eine wahre "Hymne an die Liebe", die in schwierigen Zeiten wie den heutigen auch ein Aufruf sei, sich aktiv für den Frieden einzusetzen. "Die Sprache hat sich verändert, aber Liebe ist kein altmodisches Wort", meinte der 57-Jährige. Sein Lied bezeichnete er als "populär und zugleich international in seiner Botschaft". Es gehe um eine Form von "universeller Liebe", die über Grenzen hinaus verstanden werden könne.
Nach Wien bringe er Klänge aus seiner Heimat Italien - schließlich sei er ein Vollblut-Neapolitaner mit viel Temperament. "Italien hat immer schon bewiesen, sich mit den richtigen Liedern auch im internationalen Umfeld behaupten zu können", sagte Da Vinci im Gespräch mit der APA. Als Beispiele nannte er Stars wie Domenico Modugno, Toto Cutugno oder die Gruppe Måneskin, die im Ausland das Bild Italiens geprägt hätten.
Auf die Frage, ob er in Wien auf einen Sieg hoffe, antwortete Da Vinci: "Ich erwarte mir keineswegs den Sieg, aber ich bin fest davon überzeugt, dass mein Lied in Wien eine starke emotionale Auswirkungen haben wird, das schon". Zu Wien habe er schließlich eine familiäre Beziehung. "Meine Mutter hat als Kind fast zwei Jahre in Wien gelebt, nichts geschieht zufällig", scherzte der Sänger, der jetzt schon an die Zeit nach dem ESC denkt. Am 29. Mai erscheint sein neues Album, danach geht er von Toronto aus auf Tournee.
Der österreichische Botschafter in Rom, Michael Rendi, bezeichnete Sal Da Vinci als Brücke zwischen Tradition und Gegenwart: "Er ist ein wunderbarer Künstler, der auch in Wien die Herzen erobern wird." Italien und Österreich seien auch in Sachen Musik eng miteinander verbunden. Dabei erinnerte Rendi an die Teilnahme Udo Jürgens am Songfestival von Sanremo im Jahr 1965 mit dem Lied "Abbracciami forte" im Duo mit Ornella Vanoni. Die im November verstorbenen Ikone der Italo-Musik hatte zuletzt auch mit Sal Da Vinci zusammengearbeitet.
Zum Abschluss des Events in Rom erhielt der Künstler symbolische Geschenke für seine bevorstehende Wien-Reise. So durfte er eine große Schneekugel mit dem Wiener Rathaus und eine Flasche heimischen Sekts als Glücksbringer in Empfang nehmen.






