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Das 94 Seiten starke Buch erschien bereits 2021 in ihrer Muttersprache Italienisch beim Verlag edizioni e/o. Anders als ihre Neapel-Tetralogie aus "Meine geniale Freundin" und den drei Folgebänden enthält "An den Rändern" keine Fiktion. Die Essays kreisen um ihren Weg vom Lesen zum Schreiben, um literarische Vorbilder und Einflüsse sowie um die Frage, wie sich Wirklichkeit - insbesondere aus weiblicher Perspektive - überhaupt erzählen lässt.
Ferrante beschreibt in den Essays ihren Drang zum Schreiben, der sie bereits seit früher Jugend begleitet. Zugleich reflektiert die Autorin darin das Schreiben als Grenzüberschreitung: Immer wieder geht es darum, sich von vorgegebenen Formen und Traditionen zu lösen und neue Ausdrucksweisen zu finden.
In diesem Zusammenhang beschreibt sie auch einen inneren Konflikt aus ihrer frühen Schreibzeit, in der sie den Eindruck hatte, dass literarische Qualität stark an eine männlich geprägte Tradition gebunden sei. Einen der vier Essays widmet sie dem italienischen Dichter Dante Alighieri und der Figur der Beatrice aus der "Göttlichen Komödie", die für sie als weibliche Gestalt innerhalb dieses von Männern geprägten literarischen Kanons eine besondere Rolle spielt.
Ferrante verbirgt ihren Namen hinter einem Pseudonym. Niemand weiß, wer sich wirklich dahinter verbirgt. Sicher scheint nur, dass es sich bei Ferrante um eine Frau aus Neapel handelt. Spekulationen über ihre Identität gibt es viele.
(S E R V I C E - Elena Ferrante: "An den Rändern", dt. Übersetzung von Barbara Schaden, Suhrkamp, 21,50 Euro)
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Suhrkamp Verlag






