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Indie-Popband Janka mit luftig verpackten Alltagsweisheiten

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Die Indiepop-Band Janka steht für luftig-leichte Sounds
©Dino Bossnini db, APA
Die Anfang 2023 gegründete Innsbrucker Indiepop-Band Janka verpackt alltägliche Ereignisse und Erfahrungen in luftig-leichte Lieder zwischen Singersongwriter-Innenschau und groovendem Bandsound. Ihr kürzlich erschienenes Debütalbum "Nicht von dieser Welt" zeigt dabei ein breites Genre-Spektrum, das nicht nur gekonnt Alternative-Klänge bemüht, sondern auch in Richtung Disco oder Funk schielt. Das Album sei "ein Abschluss", sagte Frontfrau Bianca Ehrenstraßer im APA-Gespräch.

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Einige der Lieder seien nämlich "bereits vor Jahren" entstanden und nunmehr endlich auf dem Erstlingswerk vereint, erklärte sie. "Es geht darauf viel um das Gefühl des Außenseiterseins, aber auch um Mobilfunkanbieter, Zimmerpflanzen oder Pullover", berichtete die Sängerin und skizzierte damit auch schon die lyrische Bandbreite des Albums, für dessen Texte und Kompositionen sie hauptverantwortlich war. "Dennoch ist Janka aber kein Solo-Projekt, sondern eine Band", betonte sie.

Das ist auf dem Debütalbum sehr deutlich hörbar. Dass die Songs zu einem guten Teil zu Beginn des mehrjährigen Entwicklungsprozesses lediglich auf Gitarrenakkorden und Text- und Melodienideen von Ehrenstraßer basierten, lässt sich diesem nämlich nur mehr sehr bedingt anhören. Der Sound der vierköpfigen Band ist voll, getragen von federnden Bassläufen, lässigen Gitarrenlicks und nicht zuletzt durch Trompeten, Posaunen und Keyboards enorm aufgefettet. Dazu kommt die Stimme von Ehrenstraßer, die sich spielerisch zwischen Vorbildern wie etwa Judith Holofernes von "Wir sind Helden" und Eigenständigkeit einpendelt.

Um diese Art von speziellem Janka-Sound zu erreichen, gebe es grundsätzlich "zwei Wege", wie Ehrenstraßer und Keyboarderin, Posaunistin und Trompeterin Carole Bidaine berichteten. Neben dem Ansatz, mit einem Singer-Songwriter-Lied in den Proberaum zu kommen und dieses dann gemeinsam zu erweitern und auszuarbeiten, stehe außerdem oftmals auch nur "ein Groove im Raum", führte Bidaine aus. "Es gibt dann eben nur einen Groove und noch keinen Text." Im Bandkollektiv entstünden dann Schritt für Schritt Songs, Texte von Ehrenstraßer kämen erst nachträglich dazu.

Welcher Song auf "Nicht von dieser Welt" auf welche Weise entstanden sein mag, lässt sich kaum mehr eruieren - und auch die beiden Musikerinnen hielten sich dazu bedeckt. Letztlich ist es aber wohl genau diese Unterschiedlichkeit der kreativen Prozesse, die Lieder wie "Wenn du dann weg bist", "Papas Pulli", "Mein Kopf will allein sein" oder auch "Alien" auszeichnet. Letzteres ist übrigens so etwas wie der potenzielle Hit des Albums. Es geht darin um eine junge Frau, die sich als Programmiererin in einer Männerdomäne als Alien fühlt. Aus diesem spezifischen Gefühl wird aber auch Allgemeingültiges abgeleitet: Wer sich als Außenseiter fühlt, darf sich gerne im Sound-Kosmos von Janka heimisch einrichten und sich dort mit weiteren "Aliens" verbunden fühlen.

Dass es doch einige dieser "Aliens" gibt, zeigte sich auch beim Release-Konzert am Donnerstag in der Heimatstadt der Band im "mariatheresia". Die Location war bestens gefüllt, die Anwesenden bei den Liedern größtenteils textsicher. Lässig bewegte sich die Band in ihrem knapp 80-minütigen Konzert von sphärischen Klängen über satte Bläsersätze bis hin zu ernsten Themen wie etwa Gewalt in Beziehungen. Es endete aber versöhnlich, mit groß angelegten Mitsingpassagen.

Dass die Truppe eine ausgemachte Live-Band ist, wurde aber nicht nur bei dem Konzert sicht- und hörbar, sondern ist auch im Selbstverständnis der Band fest verankert. Das Album sei nicht zuletzt "ein guter Anlass, um live zu spielen", wie Ehrenstraßer und Bidaine unisono betonten. Es ermögliche ihnen zudem "Städtetrips" und würde ihr "intensives Hobby" wohl noch intensiver machen. Wohin es damit gehen soll, wüssten sie aber noch nicht genau zu benennen. "Ich hoffe aber, dass es einfach so weitergeht", konstatierte die Sängerin, Gitarristin und Frontfrau.

Damit üben sich Ehrenstraßer und Bidaine aber auch ein wenig in Bescheidenheit. Schließlich hat sich Janka durchaus schon über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. So traten sie etwa bereits im "Morgenmagazin" des ZDF auf, spielten am renommierten Reeperbahn-Festival in Hamburg oder am "Waves Vienna" in der Bundeshauptstadt. Das Album ist am 23. Oktober auf dem Wiener Label "Feber Wolle Records" erschienen.

(Das Gespräch führte Markus Stegmayr/APA)

(S E R V I C E - Nähere Informationen zu Janka unter https://jankajanka.com )

INNSBRUCK - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Dino Bossnini db

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