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Für die CD wurde das Album remastert und mit einem Live-Mitschnitt aus Ludwigsburg von seinerzeit erweitert. Ein Booklet informiert über die Entstehung des Klassikers. Die neu aufgelegte Originalversion auf Platte bietet farbiges Vinyl.
Die in der Band Venom als Cronos (Gesang, Bass), Mantas (Gitarre) und Abaddon (Drums) musizierenden Herrschaften Conrad Lant, Jeffrey Dunn und Anthony Bray aus Newcastle hatten mit großartigen Krachalben wie "Black Metal" in den 80er-Jahren wichtigen Einfluss auf die Thrash-, Death- und Black-Metal-Szenen. Es folgten Umbesetzungen, schwache Alben, eine Reunion, ein weiterer Split, Animositäten zwischen den Mitgliedern der Urbesetzung. Mantas ist mittlerweile unter dem Namen Venom Inc. tätig, kurzzeitig mit Abaddon.
Cronos führt Venom unterdessen weiter, unterstützt von Rage (Gitarre) und Dante (Drums). Das Trio brachte dieser Tage die 16. Venom-Studioproduktion "Into Oblivion" heraus. Die Songs sind im typischen Stil der Formation gehalten: heavy, düster und eingängig, anschließend an die frühen, unerreicht bleibenden Genre-Klassiker. Das Album war seit einigen Jahren in Arbeit, doch verschiedene Faktoren verzögerten die Fertigstellung. "Wer ein Killer-Album machen will, muss dafür Blut, Schweiß und Tränen opfern", meint Mastermind Cronos. "Der Sound ist deutlich besser geworden. Kein Song klingt wie der andere, aber alle passen perfekt zusammen!"
Im Jahr ihres 40-jährigen Jubiläums - zu Beginn noch unter dem Namen Black Death aktiv - untermauern Fenriz und Nocturno Culto von Darkthrone mit dem neuen Studioalbum "Pre-Historic Metal" ihren Kultstatus. Das norwegische Duo lieferte ein wütendes wie durchaus kauziges Werk ab, das irgendwo zwischen Old-School-Metal und sehr frühem Black Metal mäandert. Alles klingt roh und direkt, "vom allgegenwärtigen, durchdringenden Geist der 70er- und 80er-Jahre beseelt", wie es in der Pressemitteilung heißt. Es ist eine Reise durch Klanglandschaften des Thrash, Black, Heavy und Doom Metal. Fenriz über das Werk: "Es bedeutet, dass wir Metal sind. Mit sehr lauten Gitarren. Erschreckend barbarisch, aber nicht ohne Finesse."
"Pre-Historic Metal" wurde in den Chaka Khan Studios in Oslo aufgenommen. Man habe intensiver als je zuvor zusammengearbeitet, sagt der Musiker. "Acht effektive, vor Riffs strotzende Songs" wollte man einspielen anstelle "jenes luftigen, schleppenden Stils, den wir sonst so sehr genießen". Auf eine moderne, aufpolierte Produktion haben Darkthrone verzichtet, das braucht prähistorischer Metal auch gar nicht - er macht in dieser harschen Ausführung viel mehr Spaß.





