ABO

Volksopern "ESC Sing Along" konnte dem Sturm nicht trotzen

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Anfangs spielte das Wetter noch mit
©APA, Roland Schlager
Der Himmel kannte keine Gnade: Trotz eines enthusiasmierten Publikums musste am frühen Montagabend das anlässlich des 70. Eurovision Song Contests abgehaltene "ESC Sing Along" vor der Wiener Volksoper nach der Hälfte des Programms abgebrochen werden. Bis dahin wurden aber eifrig die Stimmbänder strapaziert, als, angeleitet vom Volksopern-Ensemble, Klassiker der Song Contest-Geschichte intoniert wurden. Danach war aber eher "Schwimm Along" angesagt.

von

Passend zum Megabewerb, beim dem es am morgigen Dienstag mit dem ersten Semifinale in der Wiener Stadthalle so wirklich ernst wird, spielten die am Balkon oberhalb des Eingangs postierten Bläser zunächst die Eurovisions-Fanfare, bevor der Chor Aufstellung bezog und die Europahymne nachlegte. Somit war alles angerichtet für eine Reise durch die Zeit, die als erstes ein Wiederhören und Selbersingen von Udo Jürgens' "Merci Chérie" im Angebot hatte.

War der erste heimische ESC-Siegertitel noch eine etwas melancholische Angelegenheit, gab es spätestens beim locker-swingenden "Save Your Kisses For Me" (Brotherhood of Man) kein Halten mehr. Während jeweils ein Ensemblemitglied die erste Stimme vorgab, mischten sich die Chormitglieder unters Publikum und wurde mit Textblättern versehen eifrig eingestimmt in den Ohrwurmrefrain. Hier wurde ganz deutlich gemacht: Das ist ein Feel-Good-Event für alle Altersgruppen.

Insgesamt ein Dutzend ESC-Nummern wären theoretisch am Programm gestanden, von Historischem à la Cliff Richard bis zu neueren Stücken wie beispielsweise von Tommy Cash, hätte das Wetter dem fröhlichen Zusammenkommen keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Wurde zunächst nur der Regen stärker - was nicht nur einen verhaltenen Zustrom beim eigens eingerichteten Eisstand zur Folge hatte, sondern auch ein Verteilen von Volksopern-Regenschirmen -, gesellten sich bald Blitz und Donner zur Szenerie.

Das ergab ein zwar beeindruckendes Bild vor der Fassade des Hauses, allerdings musste schließlich bei Johnny Logans "Hold Me Now" auch die Technik ein wenig vor dem Unwetter kapitulieren. Intendantin Lotte de Beer sprach schließlich ein Machtwort und beendete das Gemeinschaftserlebnis, allerdings nicht ohne den Hinweis auf die zwei weiteren geplanten Ausgaben am Mittwoch und Freitag jeweils um 18.00 Uhr. "Betet, dass wir besseres Wetter haben", war ihr Wunsch, dem man sich nur anschließen kann.

(S E R V I C E - www.volksoper.at/produktion/esc-singalong-2026.1018463761.de.html )

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER