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Der rot-weiß-rote ESC-Adel pilgerte in die Hofburg

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Selfie der ESC-Regenten mit dem Staatsoberhaupt
Wenn am Dienstagmittag die Decke des Maria-Theresien-Zimmers in der Hofburg eingestürzt wäre, Österreichs Song-Contest-Geschichte wäre aus dem Gedächtnis der Menschheit getilgt. Schließlich wurden die (teils) gekrönten Häupter des noch lebenden rot-weiß-roten ESC-Adels vom weltlichen Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen empfangen. "Doris und ich würden Ihnen allen Douze Points geben", griff der Bundespräsident vor den versammelten ESC-Granden zur verbalen Höchstpunktzahl.

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Die Stimmung unter dem Maria-Theresia-Porträt glich dabei einschließlich obligatorischem Gruppenselfie einem Klassentreffen - inklusive der genretypischen Fragen "Wen erkennt man noch?" oder "Wer macht jetzt was beruflich?". Manche scheinen sich seit ihrem ESC-Einsatz nur wenig verändert zu haben, manche zu anderen Ufern aufgebrochen. Und alle waren sie dem Ruf aus der Präsidentschaftskanzlei gefolgt.

Waterloo & Robinson tummelten sich ebenso im ESC-Trubel wie Zoe, Doppelkandidat Thomas Forstner neben Nadine Beiler, Simone ebenso wie Tini Kainrath. Die heurige Hoffnung beim Song Contest, Cosmó, war zwar mit dem blauen Augenstern, aber im eleganten Anzug, erschienen, und die beiden noch lebenden ESC-Könige Conchita und JJ hakten Marianne Mendt unter, um gemeinsam den Roten Teppich entlang zu defilieren.

"Ich kann jetzt nicht jedem die Hand schütteln - sonst dauert es zu lange", zeigte sich Bundespräsident Van der Bellen pragmatisch. Der ESC selbst sei jedenfalls geradezu ein Symbol für das vereinte Europa: "Der ESC verbindet uns - von Wohnzimmer zu Wohnzimmer."

"Der ESC zeigt, wie bunt unser Kontinent ist", unterstrich Van der Bellen dabei. Wo sonst träfen sich schließlich Stilrichtungen wie Oper und Pop, Schlager und Heavy Metal auf einer Bühne? "Wie passt das alles unter einen Hut? Der Hut muss groß genug sein", so der Bundespräsident. Insofern müsse man allen einstigen und künftigen Teilnehmern am ESC bescheiden: "Damit wirken Sie am Europagedanken mit."

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