Jürgen Klatzer und Matthias Winterer sind die „Journalisten des Jahres“ 2025 in Österreich
©Medienfachverlag Oberauer/APA-Fotoservice/Ludwig Schedl & Ben LeitnerBeim traditionellen Branchentreffen des Oberauer Verlags im ORF-Zentrum wurden die Journalist:innen des Jahres 2025 geehrt. Im Mittelpunkt standen herausragende journalistische Leistungen, besondere Karrieren und die Bedeutung unabhängiger Medien für die demokratische Gesellschaft.
Doppelauszeichnung für die Journalist:innen des Jahres
Erstmals in der Geschichte der Auszeichnung wurden mit Jürgen Klatzer und Matthias Winterer gleich zwei Journalist:innen des Jahres geehrt. Die beiden „Falter“-Journalisten überzeugten die Fachjury mit ihren Recherchen rund um die Aufdeckung von Missständen bei SOS-Kinderdorf und wurden für ihre journalistische Arbeit auf Platz eins gewählt.
Die Laudatio hielt Ulla Kramar-Schmid, die die beiden als Journalisten würdigte, die „Themen wichtig machen, aber keine Wichtigmacher sind“. Unter großem Applaus nahmen Klatzer und Winterer ihre Auszeichnungen im ORF-Zentrum entgegen.
Ehrung für ein Lebenswerk im Dienst des Wortes
Mit dem Preis für das Lebenswerk wurde Hubert Gaisbauer ausgezeichnet. Der langjährige ORF-Journalist prägte unter anderem die „Ö3-Musicbox“, gründete die Sendereihe „Menschenbilder“ und leitete die Religionsabteilung des ORF.
Gewürdigt wurde er von Wegbegleiter:innen wie Barbara Rett, Alfred Treiber und Wolfgang Hübsch als „Ermöglicher und Horizonterweiterer“. Gaisbauer selbst beschrieb seine jahrzehntelange Arbeit als „stets Dienst am Wort“.
Stefan Lassnig als Medienmanager des Jahres geehrt
Die Auszeichnung als Medienmanager des Jahres ging an Stefan Lassnig von Missing Link Media. In seiner Laudatio bezeichnete Michael Nikbakhsh ihn als einen Medienmanager, der sämtliche Schritte eines Medienprodukts kenne und zugleich unabhängigen Journalismus aktiv lebe.
Zahlreiche Auszeichnungen für herausragenden Journalismus
Neben den Hauptpreisen wurden zahlreiche weitere Journalist:innen für ihre Leistungen ausgezeichnet.
Katharina Schell von der APA erhielt die Auszeichnung als Chefredakteurin des Jahres. Markus Zottler von der Kleinen Zeitung wurde im Bereich Wirtschaft geehrt, während Peter Plaikner als Medienjournalist des Jahres ausgezeichnet wurde.
Kristina Inhof vom ORF erhielt die Auszeichnung als Sportjournalistin des Jahres. Fritz Jergitsch von der Tagespresse wurde zum Unterhaltungsjournalisten des Jahres gewählt. Im Bereich Chronik setzte sich Köksal Baltaci von der Presse durch.
Als besondere Entdeckung des Jahres wurde Eva Sager von der Wiener Zeitung hervorgehoben.
Sonderpreise gingen an Gerhard Mangott, Gerald Karner, Judith Kohlenberger, Ben Segenreich sowie Christoph Silber.
Auszeichnung für regionale Medienarbeit
Auch die „Local Heroes“ 2025 wurden beim Branchentreffen gewürdigt. Sie stehen stellvertretend für engagierten Journalismus in den Bundesländern und leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Berichterstattung.
Darüber hinaus rückte „Österreichs Journalist:in“ mit den sogenannten „Hidden Stars“ jene Mitarbeiter:innen ins Rampenlicht, die normalerweise hinter den Kulissen arbeiten und wesentlich zum Erfolg journalistischer Redaktionen beitragen.
ORF als Redaktion des Jahres ausgezeichnet
Der ORF wurde von der Jury zur „Redaktion des Jahres“ gewählt. Gastgeber Johann Oberauer bezeichnete die Austragung der Veranstaltung im ORF-Zentrum als bewusstes Signal dafür, dass dort auch in herausfordernden Zeiten herausragender Journalismus geleistet werde.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher sprach in ihrer Rede von Monaten, die für den ORF nicht einfach gewesen seien. Gleichzeitig unterstrich sie die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: „Der ORF ist nicht käuflich und kein Spielball der Politik.“ Ihr Fokus liege darauf, den ORF als Medium für das Publikum weiterzuentwickeln.
Fest des Qualitätsjournalismus
Die Verleihung der Journalist:innen-des-Jahres-Auszeichnungen zeigte einmal mehr die Vielfalt und Qualität der österreichischen Medienlandschaft. Neben investigativen Recherchen, fundierter Berichterstattung und innovativen Medienprojekten standen vor allem jene Menschen im Mittelpunkt, die mit ihrer Arbeit täglich einen Beitrag zu unabhängiger Information und demokratischer Öffentlichkeit leisten.







