„Wissenschaft im Wandel“ zeigt auf 800 m², wie Erkenntnis entsteht – von historischen Instrumenten bis zu interaktiven Experimenten.
Eine Ausstellung über den Prozess des Wissens
Am 22. April 2026 eröffnete das Technisches Museum Wien seine neue Dauerausstellung „Wissenschaft im Wandel“. Im Zentrum steht nicht ein einzelnes Fachgebiet, sondern der Prozess wissenschaftlicher Erkenntnis selbst – mit all seinen Umwegen, Zweifeln und Fortschritten.
Generaldirektor Peter Aufreiter eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit Heinz Faßmann, Präsident der Österreichische Akademie der Wissenschaften.
400 Jahre Forschungsgeschichte auf 800 Quadratmetern
Die Ausstellung richtet sich an Besucher:innen ab 12 Jahren und spannt einen Bogen über mehr als vier Jahrhunderte Wissenschaftsgeschichte. Themen reichen von Astronomie bis Arktisforschung.
Zu sehen sind unter anderem historische Instrumente wie die astronomische Uhr von Philipp Imsser sowie Großobjekte wie ein überdimensionales Gehirnmodell oder eine Elektrisiermaschine aus dem 18. Jahrhundert. Auch moderne Forschung wird thematisiert, etwa durch den Nachbau eines Quantenoptiklabors.
Interaktive Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten
Ein zentrales Element sind interaktive Stationen, die Einblick in die Arbeitsweise von Forschenden geben. Besucher:innen können etwa selbst über Forschungsförderungen entscheiden oder nachvollziehen, wie wissenschaftliche Fragestellungen entstehen.
Die Ausstellung versteht sich dabei bewusst nicht als lineare Erzählung, sondern als „Labyrinth“, das unterschiedliche Zugänge und Perspektiven eröffnet.
Zwischen Fortschritt und Irrtum
Neben wissenschaftlichen Durchbrüchen werden auch Fehlentwicklungen thematisiert – etwa die Atombombe als Mahnmal. Damit wird deutlich gemacht, dass Erkenntnis nicht nur Fortschritt bedeutet, sondern auch Verantwortung.
Zugleich stellt die Ausstellung die Frage nach der Rolle von Zweifel und Kritik: Wissenschaft erscheint hier als offener Prozess, der sich ständig weiterentwickelt.
Auftakt mit Science Show
Die Eröffnung wurde von Wissenschaftskommunikator Bernhard Weingartner moderiert, der den Abend mit einer Science Show begleitete.
Mit „Wissenschaft im Wandel“ baut das Museum seine Rolle als Vermittler zwischen Forschung und Öffentlichkeit weiter aus – mit dem Anspruch, wissenschaftliche Methoden verständlich zu machen und kritisches Denken zu fördern.







