Noch bis 27. Juni 2026 zeigt die „Galerie bei der Albertina Zetter“ Franz Grabmayrs Arbeiten auf Papier. Mit dem Tanz im Fokus entstanden über Jahrzehnte Bilder, die mit Traditionen brechen: Es ist nicht die Figuration, sondern die körperliche Transformation, die diesen „Tanzblättern“ zugrunde liegt – ein dynamisch-kraftvolles Sichtbarmachen der Energie des bewegten Körpers.
Video zur Vernissage
© VGN | Osama Rasheed
„Ich glaube, die Bedeutung dieser Werke kann man gar nicht überschätzen“, zeigt sich WAM-Geschäftsführer Klaus Albrecht Schröder von Franz Grabmayrs Papierarbeiten begeistert. Diese seien – wie im Falle Egon Schieles – keinesfalls als Skizzen oder Vorstudien größerer Arbeiten zu betrachten, sondern für sich stehende, eigene Werke, die den Materialbildern in Grabmayrs OEuvre zwar gegenüber-, aber in nichts nachstehen. Der Titel „Tanzblätter“ mag überraschen: „Prima Vista meint man hier nämlich keine tanzende Figur oder gar einen Akt erkennen zu können“, so Schröder gleich zu Beginn seiner Eröffnungsrede. „In jedem Punkt – der Ikonografie des Tanzes und der Aktdarstellung – bricht Grabmayr mit einer Tradition, die Jahrhunderte lang verfestigt ist. Es ist die Darstellung der Energie eines Tanzes, nicht der Figuren. Obwohl er vor dem Motiv arbeitet, löst er sich im Prozess von dessen Augenscheinlichkeit und schafft es, pure Bewegung zu Bildern werden zu lassen.“


Grabmayrs "Tanzblätter" sind ein Sichtbarmachen der Energie des Tanzes
© Eszter BarabasPremiere für Papierarbeiten
Diese Bildwerdung ist bis 27. Juni 2026 in der „Galerie bei der Albertina Zetter“ zu bestaunen: „Es freut mich sehr, erstmalig eine große Grabmayr-Ausstellung zeigen zu dürfen – einen am Kunstmarkt präsenten Künstler, den wir bereits lange verfolgen“, so Galeristin Katharina Zetter. Mit dem Tanz im Fokus möchte man mit der Präsentation – abseits der bekannten, pastosen Ölbilder – einen neuen Blickwinkel auf den Künstler eröffnen. „Die Tanzblätter sind in ihrer Vielfalt, Dynamik und den leuchtenden Farben unglaublich faszinierend. Umso mehr freut es uns, diesen wesentlichen Teil im OEuvre Grabmayrs in seiner Geschlossenheit zeigen zu dürfen.“
„Klaus Albrecht Schröder hat mich einst darauf hingewiesen, dass diese Werkgruppe lange Zeit unter ihrem Wert verkauft worden und unberechtigterweise im Schatten der Ölbilder gestanden ist“, so Jakob Grabmayr, CEO des Estates. Dass diese Arbeiten nun einer breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht werden, sei eine besondere Freude: „Die Zusammenarbeit mit der Galerie ist dabei nicht hoch genug zu schätzen“, zeigt er sich angesichts der Präsentation in den Galerieräumlichkeiten begeistert. Ein wichtiger Schritt in der Durchsetzung dieses einzigartigen Werkes.







