ABO

ESC-Fans trotzen in größter Fanmeile kühlem Wetter

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Dicht besiedelt war der Rathausplatz bereits lange vor dem Finale
©APA, MAX SLOVENCIK
Eher argwöhnisch blickt der hypothetische Wettergott auf die Wiener Song-Contest-Woche herunter. Auch am Finaltag waren die ESC-Fans mit recht durchwachsenen Umständen konfrontiert. Im "Eurovision Village" am Rathausplatz hatte sich trotzdem schon lange vor dem Start der großen Show eine sehr stattliche Menge eingefunden. Bundesweit luden am Samstag zahlreiche Locations zum Public Viewing - das Village ist davon mit Abstand die größte.

von

Sehr wetterfest und teilweise höchst ausgelassen gaben sich die Afficionadas und Afficionados bereits Stunden vor dem musikalischen Auftakt durch Dänemarks Søren Torpegaard Lund mit dem hoch gehandelten "Før vi går hjem" in der Wiener Stadthalle. Man lasse sich die gute Laune nicht verderben, so der Tenor unter den vielfach mit Fahnen, ESC-Merchandising-Artikeln oder selbst gebastelten Outfits ausgestatteten Fans.

Im "Village" war der Tag unter dem Titel "Heroes" gestanden - einer Anspielung auf den Siegertitel beim letzten Wiener ESC vor mittlerweile elf Jahren. Am Abend gab noch Österreichs Starterin des Jahres 2016, Zoë, ein ESC-Spezialkonzert am Rathausplatz, von dessen Hauptbühne aus spätabends auch noch die österreichischen Jurypunkte von Ö3-Moderator Philipp Hansa dem Fernsehpublikum und den anwesenden Fans dargebracht werden.

Erstmals sperrte man auch Teile der Wiener Ringstraße, um die Kapazität des Areals auf bis zu 30.000 Besucher zu erhöhen. Davon hatte man angesichts des schlechten Wetters bei den Halbfinalshows noch abgesehen. Diese großzügigen Erweiterungen mit großen Leinwänden in beide Ring-Richtungen waren am Abend noch nicht wirklich besiedelt. Ganz anders jener Geländeteil, der mit viel Gastro, Karaoke und der großen Bühne direkt vor dem Rathaus lockt.

Wer angesichts des Wetters oder anderer ungünstiger Umstände psychisch etwas angeschlagen war bzw. in all dem Trubel der ESC-Woche ein wenig Einkehr und Ansprache brauchte, hatte dazu die Möglichkeit im "Interreligiösen Pavillon". Der "Begegnungsraum" stand unter dem Motto "United in Humanity - Connected by Music" und wurde in den vergangenen Tagen erstaunlich gut angenommen, erklärte Elisabeth Charlotte Palugyay von der Erzdiözese Wien der APA. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher hatten Friedensbotschaften am Zaun vor dem Pavillon angebracht.

Die Village-Geher aus aller Welt zeigten sich insgesamt erstaunlich hartgesotten und entschlossen, den gesamten Abend bei immer wieder einsetzenden, allerdings abends noch leichtem Nieselregen und einem spürbaren Lüftchen am Rathausplatz komplett durchzudienen. "Song Contest ist nur einmal im Jahr", erklärten einige ESC-Fans der APA. Einen Plan B in einer Indoorlocation für den Fall, dass sich das Wetter verschlechtert, hatten nur die Allerwenigsten.

(S E R V I C E - https://eurovision.wien.gv.at/esc-village ; https://go.apa.at/8T9oR7xL )

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER