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Österreichische Kunst beim Slavkov-3-Treffen: Ausstellung im Danubiana vereint Steininger und Schaumberger

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Werner Trenker (4. v. li.) mit den Präsidenten Alexander Van der Bellen (6. v. li.), Peter Pellegrini (4. v. re.) und Petr Pavel (re.)

©Sammlung Werner Trenker

Im Rahmen des Treffens von Alexander Van der Bellen, Petr Pavel und Peter Pellegrini zeigt die Sammlung Werner Trenker im Danubiana die Ausstellung „Erich Steininger & Florian Schaumberger“.

Im Rahmen des Treffens der Slavkov-3-Partnerländer am Dienstag, 12. Mai 2026, wurde im Danubiana Meulensteen Art Museum die Ausstellung „Erich Steininger & Florian Schaumberger“ eröffnet.

Organisiert wurde der österreichische Beitrag zum kulturellen Programm des Treffens von der Sammlung Werner Trenker. Anwesend waren Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der tschechische Präsident Petr Pavel sowie der slowakische Präsident Peter Pellegrini.

Transformation ins Abstrakte

Die Ausstellung verbindet Druckgrafiken von Erich Steininger mit Skulpturen von Florian Schaumberger. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und dessen Reduktion beziehungsweise Transformation ins Abstrakte.

Gezeigt werden ein vierzehnteiliger Farbholzschnitt sowie eine fünfteilige Monotypie Steiningers. Ergänzt wird die Schau durch drei Originalholzmodelle für Bronzeskulpturen sowie eine Bronzeplastik Schaumbergers. Kuratiert wurde die Ausstellung von Florian Steininger, der einen Dialog zwischen Druckgrafik und Skulptur, Prozesshaftigkeit und Dauerhaftigkeit herstellen möchte.

Werner Trenker bezeichnete die Ausstellung als kulturelles Signal innerhalb des internationalen Treffens: „Kunst braucht keine gemeinsame Sprache – sie ist die gemeinsame Sprache. Dass wir diese Ausstellung im Rahmen des Slavkov 3-Treffens zeigen dürfen, ist für mich ein starkes Zeichen: Kultur verbindet, wo Politik verhandelt.“

Bewegung, Überlagerung und Auflösung von Form

Steiningers Arbeiten beschäftigen sich mit Bewegung, Überlagerung und Auflösung von Form. Mehrere Druckplatten werden dabei übereinandergedruckt, wodurch sich Figuren und Strukturen zunehmend verdichten und in abstrakte, landschaftliche Formen übergehen.

Schaumberger verfolgt einen gegensätzlichen Zugang: Seine Skulpturen reduzieren den menschlichen Kopf auf geometrische Grundformen und architektonische Linien.

„Schaumbergers Skulpturen und Steiningers Druckgrafiken sprechen auf den ersten Blick verschiedene Sprachen – und doch kreisen beide um dieselbe Frage: Was bleibt vom Körper, wenn die Form das Wesentliche übernimmt?“, so Kurator Florian Steininger.

Auch Vincent Polakovič verwies auf die Rolle des Museums als Ort des Austauschs: „Das Danubiana wurde als Ort des Dialogs gegründet – zwischen Nationen, zwischen Generationen, zwischen Kunstformen.“

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