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Barockoper in Wien: „Alessandro nell’Indie“ feiert umjubelte Premiere

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©Katharina Schiffl

Im Theater an der Wien sorgt Leonardo Vincis Oper mit Countertenören und opulenter Inszenierung für großen Applaus.

Wiederentdeckung eines barocken Werks

Mit „Alessandro nell’Indie“ ist am 11. April eine selten gespielte Oper von Leonardo Vinci im Theater an der Wien zur Premiere gekommen. Das Werk stammt aus den 1720er-Jahren und war lange nahezu vergessen, bevor es in den vergangenen Jahren schrittweise wiederentdeckt wurde.

Die Oper erzählt ein dichtes Drama um Macht, Liebe und Eifersucht – historisch geprägt von der Praxis, dass Frauen auf römischen Bühnen nicht auftreten durften. Entsprechend ist auch diese Produktion ausschließlich mit männlichen Stimmen besetzt.

Countertenöre im Zentrum

Die Inszenierung von Max Emanuel Cencic setzt auf ein Ensemble mehrerer Countertenöre, darunter Bruno de Sá, Maayan Licht und Jake Arditti. Ergänzt wird das Ensemble durch weitere Sänger sowie Tenor Stefan Sbonnik.

Musikalisch begleitet wurde die Produktion vom Ensemble (oh!) Orkiestra unter der Leitung von Martina Pastuszka.

Opulente Inszenierung mit modernem Zugriff

Cencic setzt visuell auf eine üppige, farbenreiche Ästhetik, die sich am barocken Theater orientiert, zugleich aber mit Elementen einer Bollywood-ähnlichen Revue arbeitet. Kostüme, Bühne und Choreografie bilden dabei ein bewusst überzeichnetes Gesamtbild.

Das Publikum reagierte mit lang anhaltendem Applaus und Standing Ovations – ein Zeichen dafür, dass die Mischung aus historischer Vorlage und zeitgenössischer Inszenierung aufging.

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