Das junge Projekt Markterei kombiniert Delikatessen mit Events und Party-Feeling
©Markus KorenjakIn ganz Österreich gibt es an die 140 Märkte, das Spektrum reicht dabei von einmal pro Woche stattfindenden Bauernmärkten mit ein paar Ständen bis zu Tourismus-Magneten wie dem Naschmarkt. Gemeinsam ist ihnen: Sie werden - früheren Prognosen zum Trotz - immer beliebter:
1. Naschmarkt
Ja, viele Touristen am Wochenende, viel zu viel Gastronomie und spekulativ betriebene Stände mit unattraktiver Ware. Aber der Naschmarkt ist besser als sein Ruf. Top-Angebot an Fisch, an Käse und Feinkost, bei Fleisch und Gemüse leider nur mehr wenige Highlights, aber es gibt sie.
Naschmarkt
2. Kaiser Josef Markt
Der beste und stimmungsvollste Bauernmarkt des Landes. Großartige Ware, kritisches Publikum, faire Preise, angenehme Gastronomie, die sich ins Bild fügt, aber nie dominiert.
Kaiser Josef Markt
Kaiser-Josef-Platz (8010 Graz)
Mo–Sa 6–13 Uhr
3. Südbahnhofmarkt
Ein ganz erstaunlich gut funktionierender Markt, obwohl er wirklich nicht im hippen Stadtzentrum liegt. Gut gelungenes Ensemble aus sehr lebendigen fixen Ständen, Bauernständen im Freibereich und Gastronomie. Beispielhaft, wie ein urbaner Markt heute funktionieren kann.
Südbahnhofmarkt
4. Kutschkermarkt
Dafür, dass der Markt in den 1990er-Jahren fast aufgelassen worden wäre, strotzt er heute vor Leben. Es gibt hier alles, was die Cottage-Bewohner lieben, und zwar in bester Qualität. Bei Hüseyin Tanis findet man Rindfleisch in unglaublichen Qualitäten, Fisch und Meeresfrüchte sowie exotisches Obst und Gemüse sind vorhanden, Brot, Kaffee, Delikatessen, alles da. Und am Samstag ein großartiger Bauernmarkt.
Kutschkermarkt
Kutschkergasse (1180 Wien)
Mo–Fr 6–21
Sa 6–18 Uhr
5. Brunnenmarkt
Seinen mittelmäßigen Ruf hatte der Brunnenmarkt bis vor zehn Jahren zurecht – viel vom Gleichen, und das vor allem billig. Das hat sich aber völlig verändert, dem Markt kann man beim Besserwerden quasi zusehen, man findet hier mittlerweile fast alles, die Preise sind immer noch fair. Sehr interessante Streetfood-Szene.
Brunnenmarkt
Brunnengasse/Yppenplatz (1160 Wien)
Mo–Fr 6–21
Sa 6–18 Uhr
6. Schrannenmarkt
Acht Stunden pro Woche, die es in sich haben. Am Schrannenmarkt bieten Landwirte und Manufakturen die beste und frischeste Ware aller Salzburger Gaue. Hier findet man wirklich interessante Spezialitäten, Brauchtumsgebäck und herrliche Würste.
Schrannenmarkt
Mirabellplatz (5020 Salzburg)
Do 5–13 Uhr
7. Karmelitermarkt
Auch der Karmelitermarkt hatte schon einmal bessere Zeiten gesehen, ein Schicksal als eine weitere 08/15-Gastrozone schien gewiss. Mit der Organisation des samstäglichen Bauernmarkts durch Slow Food kam aber neue Kundschaft, in Folge legten auch die Stände zu. Highlights sind Lieblingsfisch und Wiener Tofu.
Karmelitermarkt
Karmelitermarkt (1020 Wien)
Mo–Fr 6–19.30
Sa 6–17 Uhr
8. Meidlinger Markt
Einer der wenigen Märkte, die trotz Zeitgeist-Gegenwind irgendwie überlebten, sich langsam erneuern und entwickeln konnten. Heute: Großartige Standler-Gemeinschaft, sowohl edle Feinkost und hippe Gastronomie, aber auch traditionelle Gemüse-Standler. Highlights: Nuran, Heu & Gabel, Käsetreff, Anna am Markt.
Meidlinger Markt
Meidlinger Markt (1120 Wien)
Mo–Fr 6–21
Sa 6–18 Uhr
9. Markterei
Ambitioniertes Start-up, das Markt neu denken will. Nach temporären Standorten seit knapp zwei Jahren im ehemaligen Labor für Wasserbau, einer wirklich spektakulären Location. Stets wechselnde, aber immer extrem interessante Standbetreiber, Veranstaltungen, ein Markt mit Party-Atmosphäre.
Markterei
10. Biomarkt Lange Gasse
Wochenmärkte gibt’s in Wien viele, das ist der beste: Kleine Zahl an Anbietern, aber alle extrem gut. Kaffee, Alimentari, Käse, Gemüse, Fisch, bis hin zu Tauben aus dem Südburgenland. Also ein typischer Bobo-Markt? Und wenn schon …
Biomarkt Lange Gasse
Lange Gasse (1080 Wien)
Sa 9–15 Uhr
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 11/2026 erschienen.







