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Guide Michelin 2026: Das sind Österreichs Sterne-Restaurants

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Juan Amador bekam 2019 als erster in Österreich drei Sterne. Zum Beispiel für den Neusiedlersee-Zander mit Spitzkohl und Luma-Schwein im Gulaschsaft

©Lukas Kirchgasser

Die Michelin-Auszeichnung ist quasi der Dollar unter den Restaurantbewertungen, international gültig, international bekannt. Wer von Michelin bewertet wird, bekommt Gäste nicht nur aus der Nachbarschaft, Dreisterne-Restaurants sind oft sogar das Ziel einer weiten Reise. Am 18. März veröffentlichte der Michelin seine aktuellen Wertungen, das sind die Sieger.

1. Amador

Juan Amador, deutscher Spitzenkoch mit spanischem Pass, der vor zehn Jahren seine Zelte in Wien aufschlug, war 2019 der erste „Dreisterner“ in Österreich (damals wurden nur Wien und Salzburg bewertet). Das wurde in Österreich nicht nur positiv aufgenommen, Michelins Entscheidung lag aber auf der Hand: Amador hatte schon in Deutschland sieben Jahre lang die Höchstbewertung. Auch 2026 wieder vorne dabei.

2. Steirereck

Nach 20 Jahren mit nur einer Zweistern-Wertung entschloss sich der Michelin im Vorjahr endlich, das innovativste Restaurant des Landes mit der Top-Wertung zu krönen. Warum dauerte das so lange? Man weiß es nicht …

3. Weinbank

Der wirkliche Gewinner der heurigen Michelin-Bewertung war das charmante Gourmetrestaurant von Winzer Manfred Tement, Küchenchef Gerhard Fuchs und Sommelier Christian Zach an der südsteirischen Weinstraße: Von einem auf zwei Sterne und den Sommelier-Award auch noch.

4. Genießerei am Markt

Noch einmal Steiermark und doch ein wenig erstaunlich. Denn das schon seit zehn Jahren existierende Lokal am malerischen Kaiser-Josef-Markt wurde als „Opening of the year“ ausgezeichnet. Und zwar, weil der Grazer Lokalmatador Alexander Posch hier seit einem Jahr von Donnerstag bis Samstag sein „Steiermark(t)-Dinner“ kocht. Einen Stern gab es außerdem.

5. Konstantin Filippou

Konstantin Filippou blieb zwar bei seinen zwei Sternen, dennoch wird ihm wohl ein Stein vom Herzen gefallen sein: Die „Jakobsmuschel-Affäre“ vor Februar 2025 blieb ohne Folgen für die Bewertung seiner grandiosen Küche.

6. Zimmerl

Alle Achtung! Bernhard Zimmerl ist zweifellos der Shootingstar in Niederösterreichs Gastronomie-Szene: Im Juli 2025 eröffnete der Betreiber eines Waldviertler Edelpubs sein Gourmetrestaurant, bekam bei Gault Millau auf Anhieb vier Hauben, kochte vor zwei Wochen mit Wolfgang Puck für die Stars nach der Oscarverleihung, jetzt auch noch ein Stern.

7. Jola

Auch beachtlich, denn Gänseleber, Wagyu-Beef und Blauflossen-Thun wird man hier nicht finden – das Jola ist Wiens erstes veganes Gourmetrestaurant. Dafür gab es einen Stern und den „ grünen Stern“ für Nachhaltigkeit noch dazu.

8. Addiert

Nur ein paar Schritte entfernt die noch größere Überraschung: Vor nicht einmal einem Jahr eröffneten Jaeho Jung und seine Frau Jungyun Kim ihr minimalistisches Restaurant, an dem acht Personen in äußerst zeremonieller Atmosphäre ein koreanisches Gourmetmenü genießen können. Michelin gefiel das: ein Stern.

9. Heurigenhof Bründlmayer

Hier sind wir dann wieder in dem Bereich, auf den der Michelin über Jahrzehnte hin spezialisiert war: feinste Adressen mit französischer Küche am Land. Und das ist der Heurigenhof Bründlmayer zweifellos, über 35 Jahre vom Heurigen zum feinsinnigen Gourmetrestaurant gewachsen. Seit heuer mit Stern.

10. Himmelreich

Ein paar Kilometer weiter, noch einmal ähnliches Thema – auch hier ein Weingut-Restaurant, allerdings kleiner, moderner, puristisch und mit zeitgenössischer, nordisch inspirierter Kreativküche von Mario Gangl. Auch dafür gab es einen Stern.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 13/2026 erschienen.

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