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Bei Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen empfiehlt Klein nach intensivem Training ein aktives Cool-down, also moderates Weiterbewegen wie Auslaufen oder Ausschwimmen. Umgekehrt heißt das: Nicht einfach abrupt aufhören oder stehen bleiben, denn das kann in extremen Fällen auch bis zur Ohnmacht führen.
Je nach Intensität des Trainings sollte man sich mindestens fünf bis zehn Minuten Zeit für das Abkühlen nehmen. Als Faustregel gilt: Der Puls sollte danach bei unter 100 Schlägen pro Minute liegen. "Aber da gibt es individuelle Unterschiede", so der Mediziner.
Was aber gilt überhaupt als intensiv? "Zum einen spielt hier die Pulsfrequenz eine Rolle, vor allem aber auch das subjektive Empfinden", erklärt Klein. Denn was als anstrengend empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Oft sieht man auch Hobbysportler, die sich vor und nach dem Auspowern recken und strecken. Klein rät da zur Mäßigung: "Müde Muskeln sollte man nicht massiv stretchen." Besser seien moderate Dehnübungen. Wer sich ausgiebig strecken möchte, sollte das eher mit ausgeruhten Muskeln oder nach weniger anstrengendem Training tun.Nach
dem Krafttraining sieht Klein eher wenig Handlungsbedarf für ein Cool-down: "Normalerweise werden da keine andauernden Pulsspitzen erreicht." Auch hier rät der Experte vom extremen Stretchen ab - moderate Dehnungsübungen genügen. Ausnahmen seien lediglich sehr anstrengende Übungen wie etwa Klimmzüge.
BREMEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Sina Schuldt/Sina Schuldt
