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In der Schwangerschaft können die Augen verrückt spielen

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Während der Schwangerschaft kann sich die Sehstärke verändern
©APA, Christin Klose, dpa-tmn
Eine Schwangerschaft bringt den Hormonhaushalt ganz schön durcheinander. Was viele Frauen nicht unbedingt im Blick haben: Diese Umstellung kann sich auch auf die Augen auswirken. Vier typische Probleme und wie betroffene Frauen mit ihnen umgehen können.

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Durch die hormonellen Veränderungen kann sich im Körper einer Schwangeren mehr Wasser einlagern und zwar nicht nur in Beinen und Füßen, sondern auch in der Hornhaut. Dadurch wird sie dicker, wodurch sich die Brechkraft verändern kann. In der Folge nimmt eine Kurzsichtigkeit leicht zu - häufig um -0,25 bis -0,75 Dioptrien, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).

"In den meisten Fällen ist das kein Grund zur Sorge und erst recht kein Anlass für eine übereilte neue Brille", gibt Augenarzt Thomas Neß Entwarnung. Meist normalisiert sich die Sehschärfe sechs bis zwölf Wochen nach der Geburt wieder. Bei stillenden Frauen kann es auch länger dauern.

Der Rat des Experten: frühestens drei Monate nach dem Abstillen checken lassen, ob sich die Werte dauerhaft verändert haben

Die Oberfläche der Augen kann in der Schwangerschaft empfindlicher auf Kontaktlinsen reagieren. Eine Ursache: Der Tränenfilm ist instabiler, außerdem kommt es vermehrt zu Ablagerungen. Dann wecken die Kontaktlinsen beim Tragen rasch ein Fremdkörpergefühl. Betroffene Frauen haben das Gefühl, dass die Linsen schlechter sitzen und stören.

Neß rät bei Beschwerden: Tragezeit verkürzen und Tageslinsen bevorzugen. Auf Monatslinsen nämlich gibt es oft mehr Ablagerungen, die empfindliche Augen stören können. Bei starken Beschwerden weichen Frauen am besten komplett auf die Brille aus.

Studien zeigen, dass bis zu 70 Prozent der Schwangeren von trockenen, brennenden oder geröteten Augen betroffen sind. Auch hier ist der schwächelnde Tränenfilm die Ursache. Linderung bringen befeuchtende Augentropfen, die allerdings keine Konservierungsmittel enthalten sollten. Nach Geburt bzw. Stillzeit erholt sich der Tränenfilm in aller Regel wieder.

Wassereinlagerungen können auch die Augenlider betreffen und sie anschwellen lassen. Meist sind beide Lider betroffen. Die "dicken" Lider treten oft morgens auf, zu Mittag hin lässt die Schwellung nach. Rasch zunehmende, einseitige oder schmerzhafte Schwellungen sollten Frauen jedoch abklären lassen, so die DOG.

Es gibt weitere Fälle, in denen schwangere Frauen mit Augenproblemen lieber zum Arzt gehen sollten. Etwa, wenn sie Flimmern, Doppelsehen, Gesichtsfeldausfälle oder plötzliches Verschwommensehen erleben. Dahinter kann eine sogenannte Aura stecken, die einer Migräneattacke vorausgehen kann. Sehstörungen wie diese können allerdings auch auf eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung, eine Präeklampsie, hinweisen. Teil dieses Krankheitsbildes ist ein hoher Blutdruck. Bleibt eine Präeklampsie unbehandelt, kann das schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind haben.

ILLUSTRATION - Während einer Schwangerschaft verändert sich bei vielen Frauen die Sehstärke vorübergehend. (zu dpa: «Schwanger - und auf einmal spielen die Augen verrückt?») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

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