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Ein wichtiger Anfang ist, sich bewusst machen, dass hinter Gesundheitsinformationen im Netz wirtschaftliche Interessen stecken können. Ist etwa auf einer Webseite auf einmal die Rede von Kapseln und Pulvern, die Linderung bringen sollen, ist das wahrscheinlich der Fall. Immer eine gute Idee ist daher der Blick ins Impressum. Dabei sollte man sich laut Verbraucherschützern nicht von Begriffen wie "Institut" oder "Akademie" täuschen lassen. Sie klingen zwar wissenschaftlich, sind aber nicht geschützt.
Die Verbraucherschützer nennen vier grundsätzliche Kriterien, an denen seriöse Gesundheitsinformationen zu erkennen sind:
Als Beispiele für Anlaufstellen, die fundierte, aktuelle und unabhängige Informationen liefern, nennen die Verbraucherschützer unter anderem das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und das Portal "gesund.bund.de", hinter dem das Bundesgesundheitsministerium steht. In Österreich gibt es relevante Informationen zum Beispiel beim Fonds Gesundes Österreich oder unter www.gesundheit.gv.at.
Die Stiftung Gesundheitswissen gibt außerdem zwei Tipps für den Umgang mit KI-Chatbots bei Gesundheitsfragen.
Erstens: den Chatbot auffordern, Quellen für seine Informationen mitzuliefern. Sie kann man aufrufen, um zu prüfen: Finde ich diese Info dort wieder? Und: Ist die ist Quelle vertrauenswürdig?
Zweitens: die KI bitten, ihre Antwort selbst kritisch zu beurteilen - etwa mit Prompts wie "Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort zutreffend ist? Wo könnten Fehler liegen?" Auch das kann mehr Klarheit bringen.
So umfassend wir uns online auch über Krankheiten und ihre Symptome informieren können: Eine Diagnose kann nur ein Arzt oder eine Ärztin stellen. Wer Beschwerden hat, sollte also einen Termin ausmachen.
HAMBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose






