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Grund sind die vielen Veränderungen, die eine Schwangerschaft im Körper anstößt - und die auch Immunabwehr, Atmung und Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Dadurch werden schwere Grippeverläufe wahrscheinlicher. Daher empfehlen Medizinerinnen und Mediziner allen Schwangeren eine Grippeschutzimpfung. Doch längst nicht jede werdende Mama entscheidet sich dafür.
Manche Schwangere hat die Sorge, dass die Impfung dem ungeborenen Kind schaden könnte. Bedenken, die die Gynäkologin Cornelia Hösemann vom BVF ausräumen kann. So zeigt die Datenlage, dass der Nutzen überwiegt. Das Portal "infektionsschutz.de" vom deutschen Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) verweist zudem auf Studien, nach denen eine Grippeschutzimpfung in der Schwangerschaft die Anzahl von Frühgeburten oder Kaiserschnitten nicht erhöht.
Plus: Das Baby hat sogar etwas davon, wenn sich seine Mutter in der Schwangerschaft gegen Grippe impfen lässt. Denn die von der Mutter gebildeten Antikörper gehen über die Plazenta zum ungeborenen Kind über, wie die Virologin Prof. Barbara Gärtner erklärt. "Mit nur einer Impfung schützt sie also nicht nur sich selbst, sondern gibt auch ihrem Kind einen Nestschutz für die ersten Lebensmonate. Studien zeigen, dass dieser Schutz das Influenza-Risiko des Kindes deutlich senken kann."
Bei gesunden Schwangeren ist die Grippeschutzimpfung im zweiten Trimester empfohlen, also ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Liegen Vorerkrankungen wie Asthma, Bluthochdruck oder Diabetes vor, ist der Piks schon früher in der Schwangerschaft sinnvoll, schreibt das Portal "infektionsschutz.de". Bis sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat, dauert es rund zehn bis 14 Tage.
Dass sich das Baby in der Schwangerschaft optimal entwickelt - dafür sorgt die Nabelschnur. Und ihr Blut kann auch nach der Geburt noch Nutzen bringen.
