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Stundenlang kochen die Knochen, bis daraus eine Suppe entsteht. Dabei sollen die Inhaltsstoffe der Knochen - etwa Kollagen und Mineralstoffe - in die Suppe übergehen. Gerade Kollagen spielt in der Schönheitsindustrie eine wichtige Rolle. Klingt also vielversprechend.
Es gibt nur ein Problem: Beim Kochen zerfällt das Kollagen zu Gelatine und Aminosäuren, erklärt das BZfE. Und ob der Körper daraus dann wieder Kollagen aufbauen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Es ist aber mehr als unwahrscheinlich, dass das Kollagen aus den Knochen im eigenen Körper in nennenswerten Mengen wieder auftaucht. Es gibt laut BZfE auch keine Studien dazu, die dies belegen.
Vermeintliche Schönheitseffekte sind das eine. Außerdem werden Knochensuppe viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit nachgesagt.
Aber auch wenn die Suppe schon zu Omas Zeiten gekocht wurde und als Stärkungsmittel bei Erkältung oder im Wochenbett gilt: Es gibt laut BZfE dazu kaum etwas wissenschaftlich Haltbares. Zwar gibt es Hinweise, dass Hühnersuppe auf bestimmte Marker eventuell einen positiven Einfluss haben könnte. Allerdings könnte die gefühlte positive Wirkung bei Erkältung etwa auch am warm aufsteigenden Dampf sowie der wärmenden Flüssigkeit liegen.
Der Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor in der Suppe ist laut dem Bundeszentrum jedenfalls zu vernachlässigen. Dieser liegt pro Portion bei weniger als fünf Prozent des Tagesbedarfs.
Fazit: Längst nicht alles, was ihr zugesprochen wird, erfüllt sie. Dennoch schmeckt Knochensuppe kräftig - und ihr Genuss kann guttun.
Wer Knochenbrühe selbst zubereiten will, muss die Knochen stundenlang auskochen - je nach Rezept kann das zwischen mindestens drei oder auch mehr als 24 Stunden dauern.
Zunächst sollte man die Knochen kräftig in der Pfanne oder im Ofen rösten und dann mit reichlich Wasser und etwas Apfelessig kurz unter dem Siedepunkt erhitzen, rät das BZfE. Danach köchelt die Suppe mit den weiteren Zutaten für mehrere Stunden. Je nach Rezept und Lust kann man Fleisch, Gemüse, Gewürze und Kräuter hinzufügen. Zwiebeln, Suppengemüse sowie Nelken, Piment, Lorbeerblätter, Knoblauch oder Petersilie bieten sich an. Am Schluss kann man die Brühe noch mit etwas Jodsalz abschmecken.
Bei Fertigprodukten raten die Fachleute, auf den Salzgehalt zu achten. Der ist zum Teil sehr hoch. Manche Produkte enthalten demnach knapp drei Gramm Salz pro Portion. Das entspricht etwa der Hälfte der empfohlenen Tageshöchstmenge.
Zudem ist die Herkunft der Knochen meist unklar, so das BZfE. Bei einer selbst zubereiteten Suppe ist das anders - hier weiß man genau, was reinkommt.
WITTENBERGE - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose






