von
Und: Im Alter fällt das Sturzrisiko ohnehin höher aus. Denn Muskelkraft, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit lassen dann oft nach, wenn man nicht gegensteuert. Sind dann noch Sehprobleme unbehandelt oder Medikamente im Spiel, die als Nebenwirkung Schwindel auslösen können, ist ein Stolpern oder Ausrutschen schnell passiert.
Was können also gerade Ältere tun, um sich davor zu schützen? Aus Angst vor einem (erneuten) Sturz lieber nicht mehr so viel draußen unterwegs sein? Was wie eine Lösung klingt, verschärft das Problem nur.
"Wer sich immer weniger bewegt, verliert Muskelkraft und Gleichgewicht und erhöht damit langfristig sein Sturzrisiko", warnt der Unfallchirurg Carl Neuerburg.
Regelmäßige Bewegung, die den eigenen Fähigkeiten entspricht, ist ein entscheidender Schutz vor Stürzen. Hier helfen konkret: Spaziergänge, Krafttraining sowie Übungen für Gleichgewicht und Koordination.
Und dann sind doch noch die kleinen Anpassungen, die das Unterwegssein bei Herbstwetter bzw. in der Dunkelheit sicherer machen.
Ob auf dem Herbstlaub ausgerutscht oder zu Hause mit dem Fuß an der Teppichkante hängengeblieben: Wer bereits mehrmals gestürzt ist, sollte das nicht einfach mit dem Satz "Das ist eben das Alter!" hinnehmen.
Besser: der Ursache hinter den Stürzen auf den Grund zu gehen - und sie, so gut es möglich ist, aus der Welt zu schaffen. So kann die Behandlung von Sehproblemen oder auch die Umstellung von Medikamenten das Sturzrisiko wieder senken.
SIEVERSDORF - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 7.11.2024) - FOTO: APA/APA/dpa/gms/Patrick Pleul/Patrick Pleul
