Der Sommer ist für viele die schönste Zeit im Jahr. Der Sommer ist für viele die schönste Zeit im Jahr. Während Kinder die Ferien herbeigesehnt haben, freuen sich auch Eltern über entspannte Tage, viel Sonne und den gemeinsamen Urlaub. Die heiße Jahreszeit bringt aber ihre besonderen Herausforderungen mit sich. So weiß man, dass sich die meisten der rund 620.000 Menschen, die sich pro Jahr in der Freizeit oder beim Sport verletzen, im Sommer weh tun. Warum passieren so viele Freizeitunfälle im Sommer? Und wie beugt man am besten vor?
Hohe Temperaturen als Gefahr
Im Sommer verlagern sich viele Aktivitäten nach draußen, zum Beispiel in die Berge oder ins Schwimmbad. So schön es auch ist, wenn die Sonne wieder regelmäßig vom Himmel lacht, so gefährlich kann sie aber auch sein: „Sport und Bewegung sind essenziell für ein gesundes Leben – insbesondere für junge Menschen. Gleichzeitig ist es wichtig, sich auch mit möglichen Risiken auseinanderzusetzen und entsprechend vorzusorgen“, sagt Markus Zahrnhofer, Vorstandsdirektor der Merkur Versicherung.
Viele Freizeitunfälle im Sommer haben mit den veränderten klimatischen Bedingungen zu tun. In Zusammenhang mit Hitze kommt es zum Beispiel zu Dehydration und als Folge daraus zu Konzentrationsverlust. Ist man unkonzentriert in den Bergen oder auf dem Fahrrad unterwegs, sind Stürze oft vorprogrammiert. Auch mangelnde Ausrüstung, verringerte Kondition und eine Fehleinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit können zu Unfällen führen.
Die häufigsten Gefahren im Sommer
Im Bad und am See, am Strand: Sonnenbrand, Kreislaufversagen durch zu kaltes Wasser, Sprünge in unbekannte Gewässer, Bienen- und Wespenstiche, Sonnenstich
In den Bergen: Dehydration, Sonnenstich, Stürze, Schürfwunden, Sonnenbrand, Brüche, Verstauchungen
Im Wald und Garten: Bienen- und Wespenstiche, Zecken, Schürfwunden, Verbrennungen am Grill
Unfällen im Sommer vorbeugen
Die wichtigste Maßnahme, um Freizeitunfälle im Sommer zu minimieren, hat mit sinnvollem Hitzemanagement zu tun. So ist es wichtig, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Zwar ist der Flüssigkeitsbedarf individuell unterschiedlich hoch, weil er von der körperlichen Aktivität und dem Gewicht abhängt, die World Health Organization (WHO) empfiehlt für Kinder für die ersten 10 kg eine Flüssigkeitszufuhr von 100 ml pro kg Körpergewicht. Für jedes weitere kg rechnet man 50 ml bis zu einem Gewicht von 20 kg hinzu. Kinder über 20 kg sollten insgesamt 1,5 l Flüssigkeit aufnehmen. Als Beispiel: Ein Kind, das 18 kg wiegt, sollte 1,4 l Wasser (10x100 ml + 8x50ml) trinken. Die Flüssigkeitszufuhr sollte über den Tag verteilt erfolgen, nicht erst, wenn Durst eintritt. Um den Kreislauf zu schonen und den Körper nicht zusätzlich zu belasten, empfiehlt es sich, lauwarme statt kalte Getränke zu wählen.
Die heißen Mittagsstunden sollte man im Inneren verbringen. Nur mit ausreichend Sonnenschutz (dazu zählen auch eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille!) in die Sonne gehen. Kinder sind noch viel empfindlicher als Erwachsene und sollten sich daher im Sommer hauptsächlich im Schatten aufhalten. Sie vergessen die Zeit beim Spielen schnell und Sonnenschäden sind oft nicht direkt, sondern erst dann, wenn es zu spät ist, spürbar. Man denke zum Beispiel an Sonnenbrände oder den Sonnenstich.
Die Symptome eines Sonnenstichs treten zum Beispiel erst Stunden nach der Sonnenexposition auf. Es kommt zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindelgefühl, Erbrechen und in schweren Fällen sogar zu einem Kreislaufkollaps.
Aufmerksam sein, Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen
Während bei einem Sonnenstich die oben genannten Symptome durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf und Nacken entstehen und in vielen Fällen Erste-Hilfe-Maßnahmen wie Kühlung und Ruhe Linderung bringen, ist bei einem Hitzeschlag sofortiges Handeln notwendig. Ein Hitzeschlag kann lebensbedrohlich sein. Er ist durch erhöhte Körpertemperatur über 40 °C, trockene und heiße Haut am ganzen Körper, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle und verminderter Schweißproduktion gekennzeichnet. Ein Hitzeschlag entsteht durch Anstrengung bei hoher Umgebungstemperatur. Notruf (144/112) wählen!
Grundsätzlich lohnt es sich, im Sommer noch aufmerksamer und sich möglicher Gefahrenquellen bewusst zu sein. Sportliche Aktivitäten sollten sowohl Erwachsene als auch Kinder in die etwas kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen oder einfach ganz sein lassen. Der Körper ist mit Hitze schon gefordert genug. Es lohnt sich, ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Pflastern, Desinfektionsmitteln und Mullbinde in der Tasche zu haben. Und vergessen Sie nicht, Ihren Versicherungsschutz up to date zu halten!
Für den Fall der Fälle: private Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung deckt ausschließlich Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Arbeitswege ab. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt kosten für Spitalsaufenthalte, Medikamente und ärztliche Behandlungen. Nicht jedoch Hubschrauberbergungskosten, Rücktransporte aus dem Ausland, finanzielle Einbußen durch Folgeschäden, Physiotherapie und Co. Diese Versorgungslücke schließt beispielsweise die Merkur Unfallversicherung mit ihrem weltweiten, flexiblen Rundum-Schutz für Freizeit, Sport, Alltag und Beruf.
Inkludiert sind rasche finanzielle Entschädigungen bei exakt definierten Verletzungen, finanzielle Unterstützung für die Existenzabsicherung, für notwendige Wohnungsumbauten oder Anschaffungen nach einem schweren Unfall sowie die Kostenübernahme für die Kinderbetreuung und Haustierversorgung bei unfallbedingten Krankenhausaufenthalten. Spezielle Vorsorgelösungen für Kinder und Jugendliche ergänzen das Angebot.
“Wir konzentrieren uns nicht nur auf Ernstfälle, sondern auch auf aktive Prävention. Genau deshalb setzen wir auch auf finanzielle Unterstützung bei der Unfallvorsorge, egal ob bei der Arbeit, beim Sport oder in der Freizeit – beispielsweise für die richtige Sportausrüstung sowie Sicherheitskleidung“, so Zahrnhofer.
