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Die Eruptionsphase des Ätna hat damit erhebliche Auswirkungen auf den Reiseverkehr der Hochsaison. Seit Montag können in Catania aus Sicherheitsgründen keine Maschinen mehr landen oder starten. Für viele Urlauber bedeutet das Umbuchungen, lange Wartezeiten und zusätzliche Fahrten quer durch Sizilien. Andere sahen sich gezwungen, ihre Reisepläne gänzlich aufzugeben.
Besonders schwierig ist die Lage für Reisende, die kurzfristig auf den kleineren Flughafen Comiso ausweichen wollen. Die Nachfrage nach Bussen und anderen Transportmöglichkeiten ist entsprechend hoch. Der Präsident der Region Sizilien, Renato Schifani, verwies auf die Notwendigkeit, das Luftfahrtsystem der Insel weiter auszubauen. Insbesondere der Airport von Comiso müsse leistungsfähiger werden. Die Regionalregierung habe deshalb zusätzliche Investitionen beschlossen.
Die Aschewolke des Ätna hatte am Dienstag auch den Flugverkehr auf Malta beeinträchtigt. Mehrere Gesellschaften mussten Verbindungen absagen. Bis Dienstagnachmittag wurden 19 Flüge gestrichen, weitere hätten erhebliche Verspätungen gehabt. Der internationale Airport von Malta liegt rund 220 Kilometer südlich des Ätna.
Während die Vulkanasche in Catania Einwohner und Touristen vor Probleme stellt, zieht der Ausbruch gleichzeitig zahlreiche Schaulustige an. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit strömen Menschen in Richtung Ätna, um die glühenden Lavaströme und die Eruptionen zu beobachten. Auf den schmalen Provinzstraßen rund um den Vulkan kam es dadurch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auch illegale Parkplatzwächter versuchten, aus dem Besucherandrang Profit zu schlagen.
Der aktuelle Ausbruch bietet spektakuläre Bilder: Aus dem Krater sind wiederholt Explosionen und glühendes Magma zu sehen. Zudem haben sich inzwischen mindestens vier Spalten geöffnet, aus denen Lavaströme austreten und sich in mehrere Arme aufteilen.