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Winterflugplan ab 25. Oktober: Diese Verbindungen ab Österreich fallen weg

Aktualisiert
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Tower des Flughafens Wien-Schwechat
Foto:©Unsplash/Palumpawump

Mit dem Winterflugplan verschwinden am 25. Oktober mehrere Verbindungen ab Österreich, allein Ryanair streicht zehn Strecken ab Wien. Welche Ziele betroffen sind, was neu dazukommt und was gilt, wenn Ihr gebuchter Flug gestrichen wird.

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In der Nacht auf Sonntag, 25. Oktober, stellen die Airlines auf den Winterflugplan um. Für Reisende ab Österreich bedeutet das diesmal vor allem Abschiede: Ryanair zieht vier der bisher 16 in Wien stationierten Flugzeuge ab und streicht zehn Strecken ab Schwechat. Dazu kommen die London-Flüge ab Linz und Klagenfurt sowie die Inlandsverbindung der Austrian Airlines zwischen Graz und Wien.

Ganz ohne Neuigkeiten bleibt der Winter aber nicht. Ab Salzburg geht es neu nach Rom und Pristina, die AUA stockt nach Amman auf und kehrt im Dezember nach Dubai zurück. Wer einen Flug gebucht hat, der nun wegfällt, hat Anspruch auf Erstattung oder einen Ersatzflug.

Ryanair streicht zehn Strecken ab Wien

Die größten Einschnitte betreffen den Flughafen Wien. Ryanair hat Anfang Oktober bestätigt, dass mit dem Winterflugplan die Verbindungen nach Lanzarote, Kopenhagen, Dubrovnik, Niš, Marseille, Salerno, Riga, Sevilla, Tel Aviv und Warschau entfallen. Die Zahl der in Wien stationierten Maschinen sinkt von 16 auf 12, nach Angaben der Airline sind 80 Arbeitsplätze betroffen. Rund 50 Ryanair-Verbindungen bleiben im Winter ab Wien bestehen.

Ryanair begründet den Rückzug mit den Kosten am Standort. Die Airline verweist auf die Flugabgabe von 12 Euro pro Passagier und spricht von seit der Pandemie um 60 Prozent gestiegenen Flugsicherungsgebühren sowie um 30 Prozent höheren Flughafengebühren. Diese Zahlen sind Angaben des Unternehmens. Eine Rückkehr der Flugzeuge stellt Ryanair nur für den Fall in Aussicht, dass sich die Abgaben in Österreich ändern.

Linz, Klagenfurt und Graz verlieren Verbindungen

Auch die Bundesländer spüren den Sparkurs. Ryanair streicht im Winter die Flüge von Linz und von Klagenfurt nach London-Stansted. In Graz endet die Inlandsverbindung nach Wien, die zuletzt vor allem von Umsteigenden genutzt wurde: Austrian Airlines fliegt am 23. Oktober zum letzten Mal zwischen Graz und Wien. Die Airline nennt wirtschaftliche Gründe.

Reisende aus der Steiermark kommen weiterhin mit AIRail, der gemeinsamen Zug-Flug-Verbindung von ÖBB und Austrian Airlines, zum Flughafen Wien oder steigen über die Drehkreuze der Lufthansa Group um. Ab Graz gibt es im Winter bis zu 20 Flüge pro Woche nach Frankfurt, bis zu 19 nach München und tägliche Flüge nach Zürich. Eurowings fliegt ab Graz nach Berlin, Düsseldorf und Hamburg, Pegasus nach Istanbul-Sabiha Gökçen und British Airways nach London-Gatwick.

Was im Winter neu dazukommt

Der Salzburger Flughafen nimmt zwei neue Ziele ins Programm: Rom und Pristina werden jeweils zweimal pro Woche angeflogen. Die Rom-Verbindung der Airline SkyAlps läuft montags und freitags bis Anfang Jänner, pausiert dann und soll Anfang März 2027 wieder starten.

Austrian Airlines baut ihr Angebot in den Nahen Osten schrittweise wieder auf. Nach Amman geht es ab 25. Oktober dreimal statt zweimal pro Woche, Tel Aviv wird 14-mal wöchentlich bedient. Ab 12. Dezember fliegt die AUA fünfmal pro Woche mit einem Airbus A320neo von Wien nach Dubai. Andere Ziele in der Region bleiben vorerst ausgesetzt, Erbil und Teheran bis Ende Oktober, Beirut und Dammam bis Ende November.

Eine Änderung steht zudem im Jänner an. Die AUA-Flüge zwischen Wien und Köln/Bonn enden am 11. Jänner 2027, ab 14. Jänner übernimmt die Konzernschwester Eurowings die Strecke.

Was gilt, wenn Ihr gebuchter Flug gestrichen wird

Wer bereits ein Ticket für eine der gestrichenen Verbindungen hat, ist durch die EU-Fluggastrechteverordnung geschützt. Bei einer Annullierung können Passagierinnen und Passagiere wählen: Entweder sie bekommen den Ticketpreis binnen sieben Tagen zurück, oder die Airline befördert sie zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder zu einem späteren Wunschtermin anderweitig ans Ziel.

Eine zusätzliche Ausgleichszahlung von 250 bis 600 Euro gibt es bei Streichungen nur, wenn die Airline weniger als zwei Wochen vor dem Abflug informiert. Da die Winteränderungen meist deutlich früher angekündigt wurden, bleibt es in vielen Fällen bei Erstattung oder Umbuchung. Wer eine Pauschalreise gebucht hat, wendet sich an den Reiseveranstalter. Mehr zu Airlines, Flughäfen und Ihren Rechten finden Sie auf unserer Themenseite Luftfahrt & Flugreisen.

Weniger Passagiere in Wien, Streit um die Flugabgabe

Der Rückzug der Billigflieger zeigt sich bereits in den Verkehrszahlen. Im September zählte der Flughafen Wien 2.910.597 Reisende, um 7,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Flughafen-Wien-Gruppe führt das vor allem auf das kleinere Angebot der Low-Cost-Airlines und die Krise im Nahen Osten zurück.

Politisch wird inzwischen über die Flugabgabe gestritten. Sie beträgt 12 Euro pro Passagier, auf Strecken unter 350 Kilometern 30 Euro. Der Flughafen-Vorstand und die Länder Wien und Niederösterreich fordern ihre Abschaffung oder Überprüfung. Die Bundesregierung hat der Branche für 2027 und 2028 jeweils 30 Millionen Euro Unterstützung zugesagt.

Quellen: Ryanair, Flughafen Wien, Austrian Airlines bzw. Lufthansa Group, Graz Airport, Salzburg Airport, Land Steiermark, Flugabgabegesetz (RIS), Verordnung (EG) Nr. 261/2004

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