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"Viele Reisende waren besonders zu Beginn des Iran-Konflikts in ihren Urlaubsplänen verunsichert", sagte Ifo-Branchenexperte Patrick Höppner. Nachholeffekte könnten die Folge sein. "Reisende, die im Frühjahr die Urlaubsbuchung aufgeschoben haben, können sich zur Sommerhauptreisezeit noch für eine kurzfristige Buchung oder einen Last-Minute-Urlaub entscheiden", fügte Höppner hinzu.
Der Anteil der Reiseunternehmen, die für die kommenden Monate mit steigenden Preisen planen, hat sich im Juni spürbar verringert. Das entsprechende Barometer für die Preiserwartungen der Branche fiel deutlich. "Ein wichtiger Grund dafür sind die deutlich gesunkenen Preise für Flugkerosin im Mai und Juni", sagte Höppner. "Das Preisniveau bleibt aber höher als vor der Eskalation des Iran-Konflikts Ende Februar." Dem Statistischen Bundesamt zufolge haben sich Flüge ins europäische Ausland im ersten Halbjahr um 11,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum verteuert.
Für viele europäische und außereuropäische Reiseziele im Mittelmeerraum ist die Nachfrage stabil oder steigt. Die Zahl der Flugpassagiere, die von einem Hauptverkehrsflughafen in Deutschland eine Reise nach Italien, Griechenland, Kroatien oder in die Türkei beginnen, legte den Angaben zufolge von Jänner bis Mai zu. Nach Spanien blieb die Zahl der Passagiere etwa konstant. Insgesamt aber ging die Zahl der Flugreisenden um 0,2 Prozent zurück. "Im Gegensatz zum Mittelmeerraum verlieren derzeit viele Fernreiseziele an Attraktivität", sagte Ifo-Experte Höppner.
