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"In den Monaten April bis Juni belief sich der Anstieg der Treibstoffkosten auf rund 50 Prozent", erklärte Finanzchef Dennis Weber in einer Aussendung vom Dienstag: "Treibstoff ist unsere größte einzelne Kostenposition." Aber die frühzeitig eingeleiteten Spar- und Effizienzmaßnahmen zeigten bereits Wirkung und würden die hohen Kerosinpreise zumindest teilweise kompensieren. "Ohne sie wäre der Ergebnisrückgang stärker ausgefallen", sagte Weber.
Zusätzlich belasteten weiterhin hohe Wartungskosten das Ergebnis. Dazu trugen zum Beispiel die Triebwerksprobleme bei Teilen der Kurzstreckenflotte bei. Dagegen sei die Nachfrage stark und die Durchschnittserlöse gestiegen. "Besonders unsere Premiumangebote auf der Langstrecke waren weiterhin stark gefragt und haben unser Ergebnis gestützt. Die starke Nachfrage und eine strikte Kostendisziplin waren jedoch nicht genug, um die Auswirkungen der hohen Treibstoffpreise zu kompensieren", sagte Weber.
Die Swiss beförderte im ersten Halbjahr 8,5 Mio. Passagiere und damit 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt führte die Swiss rund 67.400 Flüge durch. Das waren 4,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) gingen um 0,8 Prozent zurück. Diese Kennzahl gilt als Leistungseinheit im Luftverkehr. Allerdings konnte die Swiss mehr Sitzkilometer verkaufen. "Die Reiselust unserer Kundinnen und Kunden ist ungebrochen. Obwohl wir unser Angebot leicht verringert haben, konnten wir mehr Sitze verkaufen und unsere Flugzeuge noch besser auslasten", erklärte Finanzchef Dennis Weber.
Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte der Ausfall der konkurrierenden Airlines vom Persischen Golf bei der Swiss noch Rückenwind beschert. Dieser sorgte noch zu Beginn des zweiten Quartals für eine höhere Nachfrage auf den Strecken nach Asien. "Mit der Rückkehr der entsprechenden Kapazitäten nahm dieser Rückenwind im Verlauf des Quartals jedoch wieder ab", hieß es von der Swiss. Insgesamt war die Auslastung der Flugzeuge von Jänner bis Ende im Schnitt um 2,2 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr.
Bei der Flotte kämpft die Swiss weiterhin mit hausgemachten Problemen. So steht eine Reihe von Flugzeuge der Europaflotte am Boden, weil Triebwerke oder Piloten fehlen. Um dennoch fliegen zu können, muss die Swiss Flugzeuge samt Besatzung von anderen Airlines mieten (im Fachjargon "Wetlease" genannt).
Immerhin gibt es Fortschritte: "Während man zu Jahresbeginn noch mit einem Rückgang der angebotenen Kapazität gerechnet hatte, geht die Swiss inzwischen davon aus, das Angebot im Gesamtjahr gegenüber 2025 stabil halten zu können", schrieb die Lufthansa-Tochter. Möglich werde dies unter anderem durch den gezielten Einsatz von Wetlease-Partnern sowie zusätzliche Maßnahmen im Pilotentraining.
Im ersten Halbjahr 2026 habe die Swiss ihre operative Leistung trotz aller Turbulenzen auf dem Vorjahresniveau gehalten. Die politischen Krisen und die Häufung von Extremwettersituationen beeinflussten den Flugbetrieb und wirkten sich auf die operative Performance aus. Zwar blieb die Pünktlichkeit mit 72,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Aber die Stabilität des Flugbetriebs lag mit 96,7 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 97,3 Prozent.
